DIMMU BORGIR - FORCES OF NORTHERN NIGHT - LIVE


Label:NUCLEAR BLAST
Jahr:2017
Running Time:83:18
Kategorie: Liverecording
 
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Die 1993 in Norwegen gegründeten Symphonic Black Metaller Dimmu Borgir muss man wohl niemandem mehr vorstellen. Sie spalten die Szene wie eh und je. Die True-Fraktion wirft ihnen Verrat an der Szene vor. Das Mainstream-Publikum vergöttert sie dagegen. 2012 traten sie in Wacken erstmals mit einem Orchester auf. Obwohl ich nie ein großer Fan der Band war, hatte ich mir diese Show angesehen und muss zugeben, dass ich hellauf begeistert war. Ich hatte mich zunächst gewundert, warum sie erst fünf Jahre danach dieses Album veröffentlichen. Tatsächlich ist dies hier aber ein Mitschnitt, der in Oslo im Oktober 2016 aufgenommen wurde. Natürlich haben die Nörgler in einem Punkt recht: Das viel zu laute Keyboard und das getriggerte Schlagzeug können auf den Alben schon ganz schön nerven. Hier sieht das aber etwas anders aus: Durch das Orchester und echte Chöre lebt die ansonsten eher sterile Musik tatsächlich! Die Musik kommt düster, böse und bombastisch rüber und könnte tatsächlich auch traditionellen Black Metallern eher zusagen. Hier ist das Schlagzeug zwar auch getriggert. Dies ist bei dem Aufwand der Show aber auch notwendig. Die Orchestrierung erinnert nicht selten an düstere Soundtracks epischer Fantasy-Filme. Auf CD 1 befinden sich neun Songs. Die ersten acht sind alle von dem 2010 erschienenen Album „Abrahadabra“, welches ebenfalls mit Orchester, allerdings im Studio, aufgenommen wurde. Lediglich der Raushauer „Eradication Instincts Defined“ befindet sich auf „Death Cult Armageddon“ von 2003, ebenso wie die Opener „Vredesbyrd“ und „Progrenies Of The Great Apocalypse“ auf CD 2, die insgesamt acht Songs enthält. „The Serpentine Offering“ stammt vom „In Sorte Diaboli“-Album von 2007, „Fear And Wonder“, „Kings Of Carnival Creation“, „Puritania” und das abschließende Orchester-Instrumental „Perfection Or Vanity” von „Puritanical Euphoric Misanthropia“ aus 2001. Der vorletzte Song ist der einzige ältere und wohl bekannteste Hit der Band: „Mourning Place” stammt vom 1997er Album „Enthrone Darkness Triumphant”, welches im Allgemeinen als ihr bestes Werk gilt. Musikalisch alles einwandfrei. Nur wird man bei Nuclear Blast mal wieder gehörig zur Kasse gebeten, weil der geneigte Sammler die Qual der Wahl hat, denn dieses eindrucksvolle Dokument gibt es als Doppel-CD, Doppel-LP, Doppel-DVD im Digibook, Doppel-Blu-Ray im Digibook, Doppel-DVD/Doppel-Blu-Ray und 4CD (!) im Standard Earbook und als Deluxe Earbook. Entscheidet selbst…

Note: Keine Wertung
Autor: Daniel Müller


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