TRIAL - MOTHERLESS


Label:METAL BLADE
Jahr:2017
Running Time:47:34
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Geht gleich sehr melodisch los auf ihrem dritten Album. Die Schweden waren zuletzt mit "Vessel" aus 2015 aktiv, doch man kann sie sofort wieder als Trial erkennen. Das melodische Quintett bewahrt sich noch immer einen progressiven Anspruch mit geschickten Taktwechseln, schwer durchsichtigen Gitarren mit durchdachten Soli. Heavy Metal für Erwachsene also. "Cold Comes The Night" tritt mal richtig Arsch und bedient die Traditionsmetaller mit 'ner Schippe mehr Foffo, dass der Track als Anspieltipp genannt werden muss. Danach wird mit "Juxtaposed" zunächst auf unverzerrte Gitarren gesetzt, auch das langsamere "Aligerous Architect" zeigt sich recht soft, ohne gleich als Schmalzballade abgestempelt werden zu müssen, denn die Speed folgt alsbald. Ein Sechsminüter, welcher in seiner Komplexität und Maidennähe zum zweiten Anspieltipp avanciert. Dann verringern sich für sechs Minuten die Lux-Werte und es wird mystisch, wenn "Birth" seine dunklen Schwingen ausbreitet, bis man sich plötzlich durch einen beachtenswerten Übergang in "Embodiment" wiederfindet. Abschließend erklärt das atmosphärische "Rebirth", warum bei Trial kein permanenter Arschtritt erforderlich ist, um mitzureißen. "Motherless" bietet acht Tracks auf höchstem Niveau, aus denen die Anspieltipps durch ihre Eigenheiten hervorstechen, dem Album die nötige Abwechslung verleihen.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Joxe Schaefer


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