TURBOBIER - DAS NEUE FESTAMENT


Label:POGO´S EMPIRE
Jahr:2017
Running Time:37:36
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Aus Wien kommen vier feierwütige junge Musiker, die sich unter dem Namen Turbobier zusammen gefunden haben. Als Weltrekordhalter im Massen-Dosenstechen und erfolgreichen Vorsitzenden der BPÖ (Bierpartei Österreichs) wissen sie wie man ein ordentliches Fass auf macht. Und mit ihrer Musik wollen die Jungs die ganze Welt an ihren ausgedehnten Festivitäten teilhaben lassen. Gemäß des Bandmottos „Gib Arbeit keine Chance“ rocken sie dabei wild los, selbstverständlich im Dialekt der Wiener. Bisher tanzte Turbobier den „Irokesentango“. So hieß ihr erstes Studioalbum. Nun streben sie jedoch nach größerem. Nach der Gründung ihrer eigenen Religion, der sogenannten Bierristischen Glaubensgemeinschaft. Mit ihrem zweiten Album liefern sie auch gleich die Heilige Schrift dazu. Das gute Stück trägt den Titel „Das neue Festament“ Darauf verwandelt das Quartett nicht nur Radler in richtiges Bier, nein, auch ungläubige oder mit sich hadernde Menschen sollen von Glaubensführer Marco Pogo (Gitarre, Vocals) in ein fetteres Leben geleitet werden. Das ganze klingt dabei recht Punkig, allerdings mit starken Einschlägen von Partymusik. Passt gut zum Konzept der Band. Die Musik ist recht schwungvoll und hat dabei doch meist eingängige Rhythmen. Allerdings könnte die Musik hier und da doch etwas mehr Power vertragen. „Die heilige Bierbel“ macht mit tanzbarer Melodie die Marschrichtung klar. Einer der schnelleren Song trägt den Titel „Punkfahrrad“. Ein recht amüsanter Text, wenn auch nicht unbedingt Sinnvoll. Aber einen Sinn zu haben ist auch nicht der Anspruch von Turbobier. Stattdessen soll die Musik einfach unterhalten und zum Feiern anregen und diese Mission erfüllen sie voll und ganz. Mit „Frei Sein“ ist auch ein ruhigerer Song enthalten der doch sehr an Österreichische Liedermacher erinnert. Kommt zwar ein wenig überraschend, aber passt gut zum Rest der Scheibe. Wer gerne feiert und die passende Musik dazu hört, der darf Turbobier und ihrem zweiten Album gerne Gehör schenken und wird dabei sicher nicht enttäuscht werden. Wer aber energiegeladene Rockkracher erwartet wird hier nur teilweise zufrieden gestellt. Nichts desto trotz, der Gesamteindruck den „Das Neue Festament“ hinterlässt ist durchaus sehr positiv.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Chris Föhrenbach


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