MANILLA ROAD - TO KILL A KING


Label:GOLDEN CORE
Jahr:2017
Running Time:61:34
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Manilla Road düften mit die erste US Metal-Band gewesen sein, denn ihr Gründungsjahr wird 1977 angegeben. Von 1980 bis 1992 veröffentlichten sie dann zunächst neun Alben, von denen die meisten auch Klassiker geworden sind. Nach der Reformierung zur Jahrtausendwende kamen erneut neun Alben dazu. Und im Großen und Ganzen gibt es keinen Grund zu meckern. Schon der Opener „To Kill A King“ kommt auf zehn Minuten und verlangt dem Hörer alles ab. Mit akustischen Gitarren und einem orientalisch angehauchten Solo zeigen Manilla Road ihre wohlbekannte Epik. „Conqueror“ ist dann mit drei Minuten der mit Abstand kürzeste Song auf dem Album. Alle anderen Songs dauern zwischen fünf und sechs Minuten. Es gibt coole Riffs, ein paar melancholische Gitarren. Ob nun Boss Mark Shelton oder Roadie Bryan Patrick singt, ist nach wie vor nicht auszumachen, denn sie klingen nach wie vor identisch, obwohl dieser Gesang so nur von Manilla Road stammen kann. Die Band verfängt sich oft in endlosen Solopassagen und bekommt dadurch einen psychedelischen Touch. Auf den ersten Blick klingt eigentlich alles wie immer, was auch eigentlich gut ist. Das Problem ist nur, dass nicht sonderlich viel hängen bleibt. Alles war irgendwie schon mal da, aber auch besser. Somit liefern Manilla Road unterm Strich ein solides, für die Band typisches Werk mit epischen, langen und guten Songs ab. Die richtigen Höhepunkte wie auf ihren alten Meisterwerken bleiben aber leider aus. Das Cover-Artwork kann aber mal wieder alles und schreit förmlich nach einer Vinylversion!

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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