EAGLES OF DEATH METAL - I LOVE YOU ALL THE TIME: LIVE AT THE OLYMPIA IN PARIS


Label:EAGLE VISION
Jahr:2017
Running Time:102:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Es war der 13. November 2015, als die Eagles Of Death Metal, im Pariser Club Bataclan ihren Auftritt hatten und Terroristen das Venue stürmten, wobei sie willkürlich neunundachtzig Menschen erschossen. Das hat bis heute Auswirkungen auf jedes Konzert und jeden Veranstalter. An dieser Stelle nochmal mein Beileid an alle Betroffenen. Am 16. Februar 2016, kamen die Jungs in die französische Hauptstadt zurück, um ihr abgebrochenes Konzert, im Rahmen ihrer „The Nos Amis“-Tour, zu beenden. Im renommierten Olympia, mit etwas mehr Platz, was bei dem ausverkauften Konzert sicherlich von Nöten war, ging man in eine sehr emotionale Performancerunde. Mir war die Band bis hin zum Attentat komplett unbekannt und ich musste mich mit ihrem Material erstmal vertraut machen. Alle die die Band ebenfalls nicht auf dem Schirm haben, sollten sich nicht an den Namen reiben. Death Metal ist hier ausverkauft.

Nun, die Rabauken aus Palm Desert in Kalifornien, spielen einen rauen Alternative und Garagen Rock, der mir persönlich nicht viel hergibt aber die hier anwesenden Massen, durchaus begeistert. Denn abgesehen von den bewegenden Momenten des gegenseitigen Respekts, zwischen Publikum und Band, sowie der Schweigeminute, gibt es jede Menge Power und Energie, die die zwanzig Beiträge der Formation freisetzen. Im Anschluss daran, besteht das Bonusmaterial aus drei weiteren Live-Recordings, aus dem Teragram Ballroom in Los Angeles. Vier Alben haben die Musiker auf dem Kasten und alle Werke, werden hier mit Beiträgen bedacht: „Save A Prayer“, „I Only Want You“, „I Want You So Hard (Boys Bad News)“ und „Wannabe In L.A.“, die großen Hits bleiben somit nicht vor. Gecovertes schleicht sich ebenfalls ein mit einer umgetexteten Stealers Wheel Version des Klassiker „Stuck In The Middle Of You“. Hier: „Stuck In The Metal“. Und natürlich ist der eben erwähnte Hit „Save A Prayer“ eigentlich von Duran Duran (1982). Sänger und Gitarrist Jesse Hughes, weiß natürlich Zeichen zu setzen und spielt die Zugabe auf einer Axt, deren Corpus die französische Flagge demonstriert. Feine Sache! Sie gaben ihr bestes, obschon Fronter Jesse stimmlich etwas schwach auf der Brust war aber sie bekamen von den Fans alles doppelt zurück. Allein weil sie die Angst bezwangen und wiederkamen. Dazu passend, gesellte sich der mutige Mister Hughes, zum krönenden Abschluss, in der Menge.

Tracklist:

01. Intro: Il Est Cinq Heures, Paris S'Éveille
02. I Only Want You
03. Don't Speak (I Came To Make A Bang!)
04. So Easy
05. Complexity
06. Whorehoppin' (Shit, Goddamn)
07. I Love You All The Time
08. Cherry Cola
09. The Reverend
10. Got A Woman
11. I Got A Feelin' (Just Nineteen)
12. Stuck In The Metal
13. Miss Alissa
14. I Like To Move In The Night
15. Secret Plans
16. Wannabe In L.A.
17. Bag O' Miracles
18. Save A Prayer
19. I Want You So Hard (Boy's Bad News)
20. Speaking In Tongues

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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