MONSTER MAGNET - TAB


Label:NAPALM
Jahr:2017/1991
Running Time:58:50
Kategorie: Re-Release
 
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1989 war das Geburtsjahr der Space Rocker von Monster Magnet aus New Jersey, um Fronter, Sänger und Gitarrist Dave Wyndorf. Die erste, selbstbetitelte EP mit sechs Songs erschien 1990 bei der deutschen Firma "Glitterhouse". Nach dem Erfolg unterschrieb der amerikanische Fünfer einen Vertrag mit dem US-Label Caroline Records und veröffentlichte 1991 sein Debüt "Spine Of Gods". Nachdem das Album zum Klassiker eines ganzen Genre avancierte, erblickte im Nachhinein auch das ein Jahr zuvor aufgenommene "Tab" das Licht der Welt. "Tab" eröffnet das fast einstündige Opus mit wabernden Klängen, voll versetzt mit paranoiden, drogengeschwängertem Sound, einer monotonen, stetig groovenden Gitarre und orientalisch anmutenden Gesängen und walkt so fast eine halbe Stunde daher, ehe dreiminütige Stille das Ende markiert. "25" ist ungleich aggressiver, logischer konzipiert als der vorangegangene Träger und zeigt derbe, den späteren Stoner Rock begründende, harsche Riffs mit noch leicht punkigen Attitüden. Richtigen Psychedelic Rock mit rockenden aber natürlichen queren, verfuzzten Langhälsen gibt es dann bei "Longhair", ehe das düstere, schwere, im Garagensound aufgenommene und so sehr ursprüngliche "Lord 13" den Sack zumacht.

Auf "Tab" klingen Monster Magnet noch sehr experimentell, noch quasi suchend zwischen dem Space Rock von Hawkwind, dem Krautrock von Amon Düül und dem ursprünglichen Punk der amerikanischen MC5. Diese Melange klingt, mehr als ein Vierteljahrhundert nach der damaligen Veröffentlichung, sehr gewöhnungsbedürftig.

Note: Keine Wertung
Autor: Andreas Gey


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