RED MOUNTAINS - SLOW WANDER


Label:ALL GOOD CLEAN
Jahr:2017
Running Time:47:33
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Red Mountains gründeten sich 2014 und stammen aus dem frostigen Trondheim in Norwegen. Sie debütierten 2015 mit "Down With The Sun" und legen nun mit "Slow Wander" ihr Zweitwerk vor. Bereits der Bandname und die Titel der Longrillen lassen erahnen, dass sich der Vierer keineswegs dem blutrünstigen Black oder Death Metal widmet, für welche das nordische Land mit Vertretern wie Emperor, Mayhem, Immortal, Borknagar, Enslaved, Dimmu Borgir, Satyricon, um nur einige zu nennen, eigentlich steht. Nein, die roten Gebirge verzücken den Hörer mit kräftigen, mächtig verfuzzten Riffern, wie beim anfänglichen "Home" oder auch beim späteren "Cellar Door" und transportieren dabei die bleierne Schwere von Black Sabbath ("Rat King"), im psychedelischen Gewand von Pink Floyd. Langsam, so ein bisschen proggig und mit wirklich hörbarem, weil nicht, wie bei vielen Vertretern des Genre üblich, näselndem Organ, kommt dann "Oak" daher. Das mehr als zehnminütige "Endless Ocean", bleibt im sanften Modus und zeigt hörbare Bluesmuster. Auch "Stone" gibt sich sehr entschleunigt und groovt mit exzellenten Sechssaitern daher. Das göttlich stampfende "Fog" hätte auch von den britischen Großdoomern mit Hauptaugenmerk auf Geezer Butler komponiert werden können. Stimmlich, ich kann mich nur wiederholen, schwebt der Sänger von Red Mountains allerdings weit über einem Ozzy Osbourne. Nach dem langsam riffenden "Cellar Door", kommt beim leicht sphärischen "Acid Wedding" ganz viel Dunkelheit hinein. "Returning" überzeugt mit schweren Klampfen im wabernden Psychonebel und setzt den Schlusspunkt unter ein richtig gutes Album, für alle Liebhaber übermächtig verfuzztem Stoner / Psychedelic und Hard Rock.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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