MAMMOTH MAMMOTH - MOUNT THE MOUNTAIN


Label:NAPALM
Jahr:2017
Running Time:45:45
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Mit "Mount The Mountain" haben die australischen Hard Rocker/Riff Rocker vom Mammoth Mammoth, um Shouter Mikey Tucker ihren vierten Longplayer am Start und, nach der eingeschobenen EP "Mammoth Bloody Mammoth" aus 2016, ist es die erste reguläre Veröffentlichung nach der vierteiligen "Volumes" - Reihe.

 

Wer den Vierer aus Melbourne kennt, der erwartet weder Innovationen, noch ein komplexes Songwriting, sondern nur erdigen, knalligen, staubtrockenen und total lässigen Rock, zusammengezimmert in den Kneipen und Hinterräumen des weitläufigen Outbacks. Da fließt das Bier literweise, die Jackies werden über den Tisch geschoben und auf dem Tresen tanzen derweil, barbusige Schönheiten, eben solche, wie zum Beispiel auch als Artwork auf dem Cover verewigt. Songs wie das durchweg riffende "Mount The Mountain", das rasende "Spellbound" oder auch das coole, eher im klassischen Rock `n` Roll gezockte "Hole In The Head" kennen nur eine Richtung und zwar straight nach vorne und am besten direkt in den Allerwertesten. An "Kickin` My Dog" und dem späteren "Sleepwalker", hätte der liebenswerte Lemmy Kilmister von Motörhead, sein wahre Freude gehabt, getreu seinem Motto "We play only Rock `n` Roll". Hatte eigentlich irgendeiner zu seinen Lebzeiten mal daran gedacht, Brian Johnson von AC/DC durch ihn und nicht durch Axl Rose zu ersetzen? Auf "Procrastination" gibt sich Mikey stimmlich etwas heller, dann haben wir noch ein live eingespieltes Drumsolo und ansonsten AC/DC, Rose Tattoo oder auch Kyuss. Auf das stampfende, staubige "Epitome" folgt mit "Hard Way Down" der ultimative Mattenschwinger und ob Ben Couzens an der Klampfe oder Angus Young (AC/DC) die Bühne rauf und runter rennt, ist dabei einerlei. Ein paar neue Licks beim sleazigen "Wild And Dead" und dunkle Groover beim rockigen "Cold Liquor" und schon sind wir am Ende der regulären Scheibe. Schnappt Euch besser die extended Edition, denn hier gibt es noch den Bonus Track "Can't Get You Out Of My Head" hinzu, und der macht Sinn, wenn man wissen will wie DAD mit Stonerklampfen und verrauchter Whiskeystimme klingen.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Andreas Gey


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