DESTRUCTION - THRASH ANTHEMS II


Label:NUCLEAR BLAST
Jahr:2017
Running Time:49:14
Kategorie: Compilation
 
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Die deutschen Thrash Metal-Legenden Destruction werden am 10. November 2017 das "Best Of Oldschool"-Album "Thrash Anthems II" via Nuclear Blast veröffentlichen. Dabei haben sie 2007 schon untermauert, wie hervorragend es funktionieren kann, Klassiker der eigenen Historie neu aufzunehmen. Zehn Jahre nach dem ersten Teil der "Thrash Anthems" steht nun der zweite Teil dieser großartigen Idee an und entwickelte sich in seiner Entstehung zu einem fantastischen Projekt, an dem Band und Fans gleichermaßen beteiligt waren. Mit Hilfe von Pledge Music wurden die Supporter in den Entstehungsprozess der Platte mit einbezogen und können sich nun gemeinsam mit der Formation über ein brillantes Endergebnis freuen. 2007 machte sich die Band auf, um ihre größten Hits einer neuen Generation von Thrashern näher zu bringen. “Thrash Anthems” enthielt Klassiker wie “Bestial Invasion”, “Mad Butcher” oder “Curse The Gods”, sowie zwei brandneue Songs. Alles mit einer zeitgemäßen Produktion von Jacob Hansen gesegnet. Doch natürlich blieben bei einer Truppe, die schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel hat, einige Songs auf der Strecke. Deshalb folgt jetzt, ein Dekade später, “Thrash Anthems II”. Die Songauswahl kann sich auch diesmal sehen lassen. “Black Mass”, “United By Hatred”, “The Ritual”, “Black Death” – der Hitfaktor auf “Thrash Anthems II” ist immens hoch. Aber das alle wirklich essentiellen Klassiker bereits auf dem ersten Teil verbraten wurden, trübt den Spaß leider doch ein wenig. Zumal es diesmal keine neuen Songs zu hören gibt, abgesehen von einer Neuaufnahme des bislang unveröffentlichten Demosongs "Frontbeast" von 1984. Für die Limited Edition haben die Jungs auch noch das Dead Kennedys-Cover “Holiday In Cambodia” eingespielt. Natürlich kann über Sinn und Unsinn solcher Neuaufnahmen immer reichlich diskutiert werden. Für sich gesehen ist “Thrash Anthems II” aber eine absolut runde Sache. Das Songmaterial überzeugt durchweg und die Produktion ist zeitgemäß, ohne dabei den Stücken ihre ursprüngliche Identität zu rauben.

Note: Keine Wertung
Autor: Marcus Klinge


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