AMERICAN VALHALLA - Film von Andreas Neumman und Joshua Homme


Label:EAGLE VISION / UNIVERSAL
Jahr:2018
Running Time:81:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Der US-amerikanische Sänger Iggy Pop, der im Jahr 2003 The Stooges wieder aufleben ließ und als „The Godfather Of Punk“ hochgehalten wird, hat vor einem Jahr „Post Pop Depression“ in die Regale gestellt. Für diese Kollaboration wollte er einen neuen musikalischen Start und frische Mitarbeiter. Er stieß auf den Landsmann Josh Homme, Fronter der Queens Of The Stone Age. Anscheinend traf man sich als Seelenverwandte oder so wird im Dokumentarfilm „American Valhalla“ berichtet. Er fasst die als magisch erlebte Zeit der Protagonisten, in allen seine Facetten zusammen: vom ersten Treffen, der Auswahl der Mitmusiker, dem Komponieren, der Arbeit im Rancho De La Luna Studio, den erlebten Tod von Iggy´s Langzeit Freund David Bowie, sowie den Auftritten. Das alles war eine produktive Zusammenarbeit auf Zeit und ziemlich emotional. In Form von Backstage Material, Interviews mit Anthony Bourdain, Livematerial und Archivfootage, setzte man einen Streifen zusammen, der für einen Nicht-Fan eigentlich als übliche Chose bezeichnet werden kann. Es gibt hier von den typischen Lobhudeleien und dem Standardmaterial nichts Besonderes. Noch nicht mal Bonus-Eskapaden. Gerne hätte man doch einen ganzen Gig zum Besten geben können. Vielleicht den letzten in der Royal Albert Hall in London oder das geistige Heimspiel in Berlin aber das wird sicherlich für eine weitere DVD / Blu-Ray verwertet. Mit dabei als Unterstützung im Bandgefüge sind Queen Of The Stone Age Gitarrist Dean Fertita und Drummer Matt Helders von den Artic Monkeys. Auf der Bühne gab es noch weitere Mitstreiter zu sehen wie Troy Van Leeuwen (ebenfalls Klampfer bei Queens Of The Stone Age) und Basser Matt Sweeney (Chavez). Beide Köpfe dieses Teams erinnern sich während des Streifens über Eintragungen in ihren Tagebüchern und lesen aus ihnen vor. Und dennoch kann ich mir kaum vorstellen, dass die Konstellation mit Iggy immer einfach war. Dafür ist ein einfach nicht bekannt. Wer dem Album bereits Einiges abgewinnen konnte, dürfte auch mit dem Film „American Valhalla“ auf seine Kosten kommen. Ich selber fand das Material streckenweise ernüchternd und eher nur passabel.

Note: 6 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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