PRIMORDIAL - EXILE AMONGST THE RUINS


Label:METAL BLADE
Jahr:2018
Running Time:65:33
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Primordial bleiben ein zweischneidiges Schwert. Sie starteten 1993 als Black Metal-Band mit Celtic Folk-Einflüssen. Ihr Demo „Dark Romanticism… Sorrow´s Bitter Harvest“ (1993) und ihr tolles Debüt „Imrama“ (1995) befinden sich seit jeher in meiner Privatsammlung. Auch dem zweiten Album „A Journey´s End“ (1998) konnte ich noch etwas abgewinnen. Danach wurden sie zwar immer größer, ich hatte jedoch völlig den Faden verloren. Und das wird auch wohl so bleiben. Ihr nunmehr neuntes Album „Exile Amongst The Ruins“ ist sicherlich musikalisch hochwertig, aber irgendwie bleibt auch nichts hängen. Die acht enthaltenen Songs sind mit fünf bis zehn Minuten alle recht lang, und es passiert unheimlich viel. Die Musiker geben alles und sind hörbar technisch versiert. Sänger A. A. Nemtheanga, der neben Gitarrist Cíaran MacUiliam und Bassist Pól MacAmlaigh noch einer von insgesamt drei verbliebenen Urmitgliedern von Primordial ist, kreischt kaum noch, sondern singt heute fast ausschließlich melodisch, klingt aber manchmal auch ziemlich gequält. Auch wenn die Band mit Blastbeats musiziert, bleibt die Musik immer hymnisch und majestätisch. Dazu gesellt sich eine fette, blitzsaubere Produktion, die sicherlich einen Haufen Geld gekostet hat. Die Musik ist sehr facettenreich, aber mir fehlt der rote Faden, der dafür sorgt, dass irgendetwas im Gedächtnis bleibt. Man kann sich nach dem Hören des Albums an kein Riff und keine Melodie erinnern, die sich festsetzt. Fans von Negura Bunget, Katatonia, neuen Anathema oder The Catafalque werden dieses Album aber sicherlich als Meisterwerk abfeiern.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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