RICK PARFITT - OVER AND OUT


Label:EAR
Jahr:2018
Running Time:36:04
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Wenn man sein Leben lang in einer Band wie Status Quo gespielt hat und die sich oftmals selbst kopiert hat, dann ist es nicht verwunderlich, wenn das erste Soloalbum der Karriere, ähnliche Züge annimmt. Wie zum Beispiel ganz deutlich auf dem Track „Fight For Every Heartbeat“. „When I Was Fallin In Love“, das selbst stimmlich an Roy Orbison heranreicht, tritt etwas aus dem Muster heraus. Natürlich waren Status Quo immer eine Band aber die beiden Sänger/Gitarristen Francis Rossi und Rick Parfitt, waren schon irgendwie die Aushängeschilder. Aufgrund von Drogen und ähnlichen Problemen kam es zum Bruch der Band, die erst 1986 wieder zueinander fand. 2016 verletzte Rick sich an der Schulter. Es kam zu Komplikationen und im Krankenhaus starb er an einer Infektion. Kurz bevor die aktuelle Tournee losgehen sollte. Ein Schock für die Fangemeinde. Posthum erscheint nun das Opus „Over And Out“, mit dem leider passenden Albumtitel. Zehn Tracks in fast vierzig Minuten, bleiben als ewige Erinnerung an einen Weltstar, der mit etlichen Songs die Musikgeschichte geprägt hat. Ich bin mir nicht sicher, ob diese vorliegenden Lieder, in Nachhaltigkeit mithalten können, würde es mir aber für eine Ballade wie „Without You“, ganz einfach wünschen. Was heuer anders läuft sind die zweistimmigen Refrains. Die wurden etwas zurückgehalten. Vielleicht wollte man nicht den Parfitt/Rossi-Effekt überstrapazieren. „Over And Out“ ist mitnichten ein Restewerk. Rick hat in einer Erholungsphase, nach einem Herzinfarkt intensiv an diesem Silberling gearbeitet, der noch mal seine Karrieregenre zwischen Boogie, Blues, Rock ´n´ Roll und Balladen aufrollt.

Leider war das Album zum Tod hin noch nicht ganz fertig. Unter der Schirmherrschaft von Rick´s Sohn, Rick Parfitt, jr., offerierten Brian May (Queen), Chris Wolstenholme (Muse), der ex-Status Quo Bassist Alan Lancaster und John „Rhino“ Edwards (Status Quo Bassist seit 1986) Hilfe. Ein schöner und würdiger Abschied eines prägenden und generationsübergreifenden Künstlers. Chapeau!

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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