WIEGEDOOD - DE DOODEN HEBBEN HET GOED III


Label:CENTURY MEDIA
Jahr:2018
Running Time:33:54
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Wiegedood kommen nicht wie erwartet aus den Niederlanden, sondern aus Belgien. Alle drei Mitglieder spielen auch bei der Post-Black Metal-/Post-Hardcore-Band Oathbreker, zwei bei der Sludge-Combo Amenra, mit denen diese Musik aber nichts gemein hat. Wiegedood, die sich erst 2014 gründeten, haben schon drei Alben draußen. Alle drei verfolgen ein bestimmtes Konzept, heißen sie doch „De Dooden Hebben Het Goed I - III“. Post-Black Metal finde ich persönlich ziemlich langweilig. Da muss man sich doch mal austoben! Und das tun Wiegedood auch, die hier schnellen, fiesen Black Metal spielen. Aber man hört irgendwie auch, dass die Musiker, die sich sonst in trägeren und moderneren Gefilden tummeln, hier doch eher fachfremd unterwegs sind. Die Musik ist schnell und frostig, aber irgendetwas stört mich. Ich kann nicht sagen was. Dabei ist das Tempo hoch, der Gesang, der mich an manchen Stellen etwas an Attila Czihar (Mayhem. Ex-Tormentor)erinnert, schrill und fies, und auch die dünne, dreckige Produktion passt gut ins Konzept. Ich fühle mich durch Gesang und Produktion auch manchmal an alte Gorgoroth erinnert. Aber dennoch zündet dieses Album bei mir nicht. Zu monoton und tatsächlich auch zu schlecht produziert, bleibt einfach nichts hängen oder haut aus den Socken. Alle vier Songs sind mit sechs bis zwölf Minuten ziemlich lang, es fehlt jedoch an Abwechslung. Lediglich beim Titeltrack gibt es mal eine Verschnaufpause. Die cleanen Gitarren erinnern mich aber zu sehr an langweiligen Post-Black Metal-Kram, auch wenn das Tempo später wieder etwas angezogen wird. Fans von alten Gorgoroth oder Carpathian Forest dürfen aber gerne mal ein Ohr riskieren. 

Note: 6.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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