LUCIFER - II


Label:CENTURY MEDIA
Jahr:2018
Running Time:41:54
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Und ein weiteres Highlight im Bereich Doom, oder wie die Band es selbst definiert Heavy Magic Rock. Die Band gibt als Standort Stockholm und Berlin an, ein Bereich aus dem Bands dieses Genres scheinbar nur so hervorsprudeln. Wenn meine Informationen stimmen, gründete sich Lucifer 2014 in Berlin, in der Besetzung aus Sängerin Johanna Sadonis und Mitgliedern von Cathedral, Angel Witch und Ladytron. Nach einigen Umbesetzung und dem Wechsel zu Century Media Records, präsentiert sich die Band nun in folgendem Line Up, Sängerin Johanna Sadonis, Gitarrist Robin Tidebrink und Nicke Andersson am Schlagzeug. In der Live-Besetzung der Band spielt auch Martin Nordin (Dead Lord) an Gitarre und Bassist Alexander Mayr.

Nach zwei Singles und dem Debüt-Album von 2015, liegt nun die neueste Veröffentlichung vor, ganz schlicht als „II“ betitelt. Und gleich beim ersten Song „California Son“ bekomme ich dieses Gefühl, das mich hier eine geile Scheibe erwartet.  Aufgenommen wurde "Lucifer II" im Honk Palace in Stockholm, und Ola Ersfjord (Dead Lord, Tribulation, Primordial) übernahm das Mastering im Cuervo Recording Studio in Madrid. Wie eine moderne Variante von Coven, oder auch Bands wie Blood Ceremony, Jex Thoth und Jess and the Ancient Ones. Eine faszinierende Mischung aus Doom Metal und Retro Rock. Dabei wirkt das Ganze wie aus einem Guss, wunderbar doomiges Gitarrenspiel und der eindringliche Gesang von Johanna verströmen eine ganz wunderbare Stimmung. Und ohne das sich dabei einer der Mitwirkenden in den Vordergrund drängt. Nebenbei bemerkt gibt es bestimmt durchaus stimmlich prägnantere Sängerinnen, aber hier ist es eindeutig die starke Ausstrahlung und emotionsgeladene Atmosphäre, die den Stücken das gewisse Etwas gibt. Mit ihrer persönlichen Selbstkategorisierung liegen Lucifer also goldrichtig, denn dieses Album hat einfach etwas Fesselndes und zieht dich magisch in seinen Bann. Abwechslungsreich mal schneller mal ruhiger, macht diese Scheibe von Anfang bis Ende Spaß. Als Anspieltipps empfehle ich „California Son“, „Reaper On Your Heels“, “Before The Sun” und “Faux Pharao” Ich bin schon sehr gespannt Lucifer im Rahmen der Crossroads Tage vom WDR live zu erleben!

 

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Pistol Schmidt


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