GRAVE PLEASURES - MOTHERBLOOD


Label:CENTURY MEDIA
Jahr:2017
Running Time:36:50
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Ursprünglich gründete sich die finnische Band 2010 unter dem Namen Beastmilk. Der Bandname entstand durch die Lektüre der Werke eines gewissen Aleister Crowleys, der ja hinlänglich bekannt sein sollte, so dass ich jetzt nicht näher auf ihn eingehen muß. Man veröffentlichte ein Demo, was recht guten Anklang fand. Leider gab es erhebliche Turbulenzen innerhalt der Truppe, Johan Snell ging und Linnea Olsen (The Oath) stieß dazu und so ging es beständig weiter, im sich schnell rotierendem Besetzungskarussell. Dies hier vollständig aufzulisten, würde den Platz der Seite sprengen. Letztlich bekam man den ersehnten Platten Deal und benannte sich in Grave Pleasures um. Am Stil der Musik hingegen ist man sich treu geblieben. Krachiger Post Punk à la Joy Division, Killing Joke aber auch Glenn Danzig Anleihen sind erkennbar. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum spielt man jetzt jedoch wieder einen Ticken sanfter. Die Gitarren sind nicht mehr ganz so rau, sondern es kristallisieren sich sogar richtige Hits heraus, mit eingängigen Gesangslinien. Dazu glänzt die Scheibe durch einen Sound, der dazu passt, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Ein gut verdauliches Album, das alles andere als Massenkost ist. Als Anspieltipps empfehle ich „Doomsday Rainbows“, „Be My Hiroshima“ und „Falling For An Atom Bomb“. Wobei es keine Ausfälle oder Füller Stücke auf der Platte gibt.

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Pistol Schmidt


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