CHRIS CAFFERY - THE JESTER´S COURT


Label:METALVILLE
Jahr:2018
Running Time:58:09
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Zusammenarbeit mit Savatage, sich zu viel auf die persönliche Note des Gitarristen ausgewirkt hat. Klar, das war ja bislang bei allen Ablegern der US-amerikanischen Power-Band. Allerdings ist dies hier ja ein Solowerk. Und Chris konnte bislang, insbesondere mit seinen instrumentalen Ergüssen überzeugen. Aber wenn ich es mir recht überlege, waren Parallelen schon immer deutlich. Vielleicht wirkt es nur deswegen extremer, da ich von Savatage seit dem Jahr 2001 nichts mehr gehört habe. Album Nummer Sechs kann trotzdem nicht mit den früheren Kompositionen mithalten. Dafür ist das Material etwas zu schräg und holprig. Das soll wohl progressive wirken, kommt aber eher Ideenlosigkeit näher. Das plätschert viel zu sehr an einem vorbei, auch die komplexen Parts. Zudem wirkt Chris´ Gesang heuer etwas harscher und krächziger als gewohnt. Track Sechs, „Inside My Heart“, ist so ein Wackelkandidat. Keine Ahnung was hier falsch läuft. Die zahlreichen bekannten Mitstreiter können es nicht sein. Mit Dabei: Brian Tichy (ex-Whitesnake) an den Drums, Alessandro Del Vecchio (Jorn, Voodoo Circle) an den Keyboards, Jane Mangini (Dee Snider, Trans-Siberian Orchestra) Keyboards und Piano auf „Lost Tonite“ und „Protect My Soul“, Tony Dickinson (Trans-Siberian Orchestra) spielt Bass auf “Lost Tonite, “Protect My Soul”, “!989” und “Inside My Heart”, Joel Hoekstra (Whitesnake, Trans-Siberian Orchestra) hat ein Gitarren-Solo (Nummer 3) auf “Lost Tonite” und Angus Clark (Trans-Siberian Orchestra, Kitaro) spielt auf dem gleichen Song das Solo Nummer Zwei. Alles andere hat der Maestro selber in der Hand genommen. Allerdings ist es der instrumentale Kracher „Luna Major“, der mir am besten gefällt. Bar jeglicher Schnörkel und kratziger Vocals. „Watch“ kommt sogar einem trostlosen Song von Alice Cooper gleich. Aber auch hier wird deutlich…mehr Masse statt Klasse, eine unbequeme Produktion und wenig Ohrwurmcharakter. Dieser rote Faden zieht sich durch das komplette Opus. Schade. Dieser Mann konnte einstweilen Großes!

Note: 5.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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