WINCHESTER – DAS HAUS DER VERDAMMTEN - Film von Peter und Michael Spierig


Label:SPLENDID FILM
Jahr:2018
Running Time:109:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Die meisten Leser werden sie kennen: die Winchester, das Repetiergewehr aus den Cowboy und Indianerfilmen. Da hob sich von der Winchester Repeating Arms Company, insbesondere die berühmte Winchester 73 hervor. William und Sarah Winchester bewohnten ein Haus in San Jose (Vereinigte Staaten von Amerika), an dem bis zum Tod von Sarah am 05. September 1922, gebaut wurde. Ihr Gemahl gab bereits Jahre vorher (verstarb 1881) den Geist auf. Und um Geister ist es worum es sich in diesem Film handelt. Es wird gemunkelt, dass Frau Winchester von den Geister derer geplagt wurde, die von den Gewehren der Company erschossen wurden. Das heutige Wahrzeichen Kaliforniens kann öffentlich bewundert werden und enthält etliche Kuriositäten, wie insgesamt hunderteinundsechzig Räume unterschiedlicher Größe, eine Treppe die lediglich unter einem Dach der vier Etagen großen Hütte (vor dem Erdbeben im Jahr 1906 waren es sieben Stockwerke) endet, eine Treppe die erst sieben und dann wieder elf Stufen nach ober führt, sowie eine Tür die in den Abgrund führt. Die Geheimgänge verstehen sich da von alleine. Sarah hatte Angst von den Geistern getötet zu werden und ließ Zimmer errichten, um jede Nacht in einem anderen zu schlafen und nicht von den Geistern gefunden zu werden. Die Story im Film bekommt einen anderen Dreh, der selbstredend von der kuriosen Geschichte etwas anders verläuft. Hier wird der Bau der Zimmer begründet, dass für jeden Geist eine explizierte Räumlichkeit nachgebaut wird, wo er seinen ursprünglichen Tod fand. Es geht um Erlösung und Schuldgefühle. Im Film will man Sarah entmachten damit andere Verwandte ihre Anteile verwalten können. Man soll sie für verrückt erklären und holt Dr. Eric Price (gespielt von Jason Clark) heran, der Sarah (Helen Mirren) unter die Lupe nehmen soll. Selbstredend kommt es komplett anders. Mit der Horrorfilmen ist es wie ich schon immer sagte: man benötigt nicht eimerweise Blut um Spannung zu erzeugen. Dieses Gruselwerk ist im Stil alter Klassiker und jede Minute Sehenswert. Da gehen die Nackenhaare hoch. Also, Popcorn machen (natürlich gesalzen, Licht aus, Beine hoch und Film ab. Bonusmaterial: Making Of, Interviews mit Helen Mirren, Jason Clarke und den beiden Regisseuren Peter und Michael Spierig.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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