THERION - BLOOD OF THE DRAGON


Label:STYGIAN CRYPT PRODUCTION
Jahr:2018
Running Time:119:20
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Therion wurden 1988 von Christofer Johnsson gegründet und gingen aus seiner 1987er-Band Blitzkrieg heraus, die ursprünglich Megatherion  auf ihrem Banner stehen hatten. Anfangs noch dem Death-Metal zugewandt, entwickelte sich Therion immer mehr zu einer Symphonic-Metal-Band und ist hier stellenweise auch federführend. Der Wendepunkt wird in etwa auf den Release des fünften Albums "Theli", von 1996 geschoben. "Les Fleur Du Mal" von 2012 war der vierzehnte und bislang letzte Output der schwedischen Orchestralmetaller. Es wurde von der Band selbst veröffentlicht und enthält ausschließlich Cover französischer Lieder. Danach ließ man sich lange Zeit, um in 2018 wieder richtig durchzustarten. Nachdem man Anfang des Jahres "Beloved Antichrist", eine Metaloper in drei Akten mit einer Spieldauer von mehr als drei Stunden, inspiriert von Vladimirs Soloviovs "Kurze Erzählung vom Antichrist", veröffentlich wurde, schlägt man nun erneut zu. In einer ganz streng limitierten Auflage gibt es mit "Blood Of The Dragon" ein offizielles Cover-Album von Therion. Und wiederum kleckt man nicht sondern klotzt auf zwei Silberlingen insgesamt sechsundzwanzig Tracks mit einer Spielzeit von knapp zwei Stunden raus. Allerdings hat es die Zusammenstellung wirklich in sich, denn, wie so oft, halten sich Therion nicht an das übliche Szenario.

Auf der ersten Platte covern Therion selbst acht Songs, von so namhaften Kollegen wie Metallica ("Fight Fire With Fire"), Thin Lizzy ("Southbound"), Iron Maiden ("Revelations") oder Mercyful Fate ("Black Funeral"), um nur einige zu nennen. Die neuen Interpretationen sind allesamt interessant gemacht und phasenweise verzichtet man gänzlich auf symphonische Elemente. Dabei können die Protagonisten natürlich aus einem Pool verschiedener Sänger und Stimmlagen schöpfen. So gibt es bei "The King" von Accept, ein wunderbares Klavier und sehr angenehme, weibliche Vocals, während "Watching Hour" von Venom, sehr ursprünglich arrangiert wird. Ausgerechnet beim Iron Maiden - Cover "Revelations" hat man eine ziemlich schlecht abgemischte Live-Version integriert und viel besser ist die Abmischung auch bei "Black Funeral" von Mercyful Fate nicht. Bei "Iron Fist" von Motörhead gibt es kaum einen Unterschied zum Original.

Auf der zweiten Scheibe werden dann Therion selbst von diversen Künstlern gecovert, wobei ich zugeben muss, dass von diesen Interpreten , deren Namen fast schon den Songtiteln der Schweden ähneln, mir nur wenige bekannt sind. Als Beispiele seien hier Antyra ("Asgard"), Remains ("Genocidal Raids"), Whirlwind Storm ("Liusalvheim"), Theudho ("Schwarzalbenheim"), Numenor ("The Riders Of Theli") oder Majesty Of Revival ("Windom And The Cage") genannt. Die Interpretationen sind so vielfältig wie Therion selbst und auch der Sound differiert doch arg miteinander. Als Bespiele seien hier das druckvolle "Ball Reginon" und im Vergleich dazu das eher dünne "Genocidal Raids" genannt. Bei "An Arrow Of The Sun" sind die weiblichen Vocals wunderbar, während die Interpretation von "Kali Yuga, Part 1", ebenfalls mit femaler Unterstützung, doch zu wünschen übrig lässt. So ist für jeden Geschmack etwas dabei und genau das macht eine solche Zusammenstellung ja so interessant.

TRacklist:

CD 1:

01.       Fight Fire With Fire (METALLICA)

02.       The King (ACCEPT)

03.       Southbound (THIN LIZZY)

04.       Witching Hour (VENOM)

05.       Green Manalishi (FLEETWOOD MAC)

06.       Revelations (IRON MAIDEN)

07.       Black Funeral (MERCYFUL FATE)

08.       Iron Fist (MOTÖRHEAD
09.       Ivanubis Hollanda (PERENNIAL SOPHIA)

10.       Ivanubis Hollanda (RAVEN OF DISPERION)

CD 2:

01.       An Arrow Of The Sun (GHOST WARFARE)

02.       Asgard (ANTYRA)

03.       Baal Reginon (REVOLTED MASSES)

04.       Genocidal Raids (REMAINS)

05.       Invocation Of Naamah (DAY 40)

06.       Kali Yuga, Part 1 (DARK LETTER)

07.       Liusalvheim (WHIRLWIND STORM)

08.       Pandemonic Outbreak (THEOSOPHY)

09.       Schwarzalbenheim (THEUDHO)

10.       Seven Secrets Of The Sphynx (THE EXPERIMENT NO.Q)

11.       To Mega Therion (IMPERIAL AGE)

12.       The Blood Of Kingu (ELIMI)

13.       The Riders Of Theli (NUMENOR)

14.       The Wand Of Arabis (MARE INFINITUM)

15.       The Wings Of The Hydra (FROZEN OCEAN)

16.       Windom And The Cage (MAJESTY OF REVIVAL)

Note: Keine Wertung
Autor: Andreas Gey


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