BURNING WITCHES - HEXENHAMMER


Label:NUCLEAR BLAST
Jahr:2018
Running Time:47:51
Kategorie: Neuerscheinung
 
zurück  |  vor

Mit dem richtigen Mann im Hintergrund (Schmier von Destruction), fluppt es auch mit dem zweiten Album ratzfatz. Offiziell das Debüt bei Nuclear Blast, da die erste Scheibe ja regulär im Eigenvertrieb lief und erst später, von eben jenem Nuclear Blast Label veröffentlicht wurde. Unter anderem in mehreren farbigen Vinylvarianten. Auf „Hexenhammer“ gibt es den schon vorm Erstlingswerk, gewohnten Power Metal in bester Tradition. Nach kurzem Intro, fegt dir mit „Executed“ eine fetzige Speed Nummer um die Ohren. Cooler Einstand in die elf Songs der Scheibe. Mit „Lords Of War“ folgt eine Nummer, die auch hervorragend ins Portfolio unserer kleinen Blondine aus Düsseldorf (Doro) gepasst hätte. Eine klassische Warlock Nummer. Einige Stücke weiter klingt es dann ein wenig nach Liv Sin, wobei die Schwedin einfach die rotzigere Röhre hat, und noch ein Pfund mehr drauflegt. Aber der Vergleich kommt einem schon in den Sinn. Frontfrau Seraina Telli hat eine sehr variable Stimme, und kann auch ganz nett schreien zwischendurch. Die Thematik ist bei dem Titel und passend zum Bandnamen Programm.

Man, oder in diesem Falle Frau, singt über das Machwerk Hexenhammer. Dieses dubiose Handbuch der Kirche, dessen einziger Sinn es war, dem geistlichen Richter eine Anleitung zu geben, wie er in jedem Falle eine Frau, der Hexerei für schuldig befinden konnte. Alles in allem, also ein solides Werk. Also ich meine jetzt natürlich die Scheibe der Eidgenossinnen. Heavy Metal mit schönen Melodien und Wiedererkennungswert. Ob man allerdings die x-te Version von Ronnie James Dios „Holy Diver“ braucht, sei dahingestellt. Für meine Begriffe, kann nichts und niemand das Original toppen. Eine kleine Anmerkung am Rande, muss ich allerdings loswerden, als ich die Scheibe hörte, war eine Freundin aus Groß Britannien bei mir zu Besuch. Mit leichtem Grinsen fragte sie, woher denn die Damen stammen. Nun aus der Schweiz sagte ich, quasi eine Teutonenband. Warum sie das wissen wollte? Nun sie hätte selten so eine fürchterliche englische Aussprache gehört. Gut, ich habe es nicht bemerkt, aber mein Augenmerk liegt in erster Linie auf der Musik. Und die ist klasse!

Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Pistol Schmidt


zurück zur Übersicht