DECEM MALEFICIVM - LA FIN DE SATÁN


Label:LES ACTEURS DE L´OMBRE
Jahr:2019
Running Time:43:33
Kategorie: Neuerscheinung
 

Das französische Label Les Acteurs De L´Ombre ist für guten und eigenständigen Black Metal aus dem eigenen Land bekannt. Decem Maleficivm sind allerdings die einzige mir bekannte Band des Labels, die nicht aus Frankreich kommt. Sie kommen aus Chile, waren zunächst von 2000 bis 2007 aktiv und reformierten sich 2016. In dem Jahr erschien auch eine Compilation mit den beiden einzigen Tonträgern der Band: dem Demo „Nox Decima“ von 2002 und der EP „Motivatio Intrinseca“ aus dem Jahr 2005. Nun liegt uns also endlich das erste reguläre Album der Südamerikaner im schönen Digipack vor. Und das klingt ganz und gar nicht südamerikanisch! Ist man aus dem Land doch eher ruppigen Old School Death Metal gewohnt, so ertönt hier melodischer, epischer und pompöser Black Metal, den man in keinerlei Schublade stecken kann. Mal gibt es verträumte Passagen, mal knallt es ordentlich. Zudem wird hier immer auf hohem Niveau gezockt. Decem Maleficivm haben spielerisch mächtig was auf der Pfanne.

Die Musik ist abwechslungsreich und variabel. Mal ertönt nordisch geprägter, melodischer Black Metal im Stil von alten Enslaved, Kampfar, Borknagar oder auch Arcturus, inklusive hymnischem, melodischem Gesang, bei den melancholischen Gitarrenmelodien kommen aber auch mal Erinnerungen an Paradise Lost oder My Dying Bride hoch. Auch bei tighten Blastbeats gibt es mal epische Keyboard-Teppiche oder Percussions, die diesen epischen Soundtrack dominieren. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Die vielen verschiedenen Einflüsse sind so gut miteinander verschmolzen, dass man ihre Einflüsse zwar erahnen kann, dennoch gibt es hier kein Plagiat von irgendwelchen Bands. Die sieben Songs sind alle zwischen vier und sieben Minuten lang. Da kann viel passieren, und das tut es auch. Die saubere Produktion setzt zudem alle Facetten der vielseitigen Musik gekonnt in Szene. Ein wahnsinnig gutes und eigenständiges Debüt!

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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