DRUG SAUNA - DRUGGERNAUT

| Label: | SELBSTVERTRIEB |
| Jahr: | 2025 |
| Running Time: | 27:10 |
| Kategorie: |
Eigenproduktion |
Sludge Metal ist eine gewöhnungsbedürftige Sache, etwas vergleichbar damit, sich mit einem Nassrasierer zu rasieren, aber halt trocken. Was meine ich damit? Der Genuss von Sludge geht irgendwie auch immer mit Irritation einher. Sludge ist stumpf , bratschig und oftmals nur fast melodisch. Der Gesang stapft, einem tödlich verwundeten Grizzly nicht unähnlich, hin und her zwischen Kreischgesang und heiserem Gebrüll. Der Schlagzeuger gibt den Takt vor doch gleicht er weder einem Uhrwerk noch zeugt sein Spiel von großer Finesse. Bei Sludge und selbstredend der hier zu bewertenden Band geht es nicht zwingend darum, dass der Hörer sich wohl fühlt.
Songs wie „Change“ sind eher ein Erlebnis des arrangierten Klangs als Musik im herkömmlichen Sinne. Drug Sauna heißen nicht umsonst so, die Musik die ich mir hier anhöre ist eher ein Acidtrip als radiotaugliches Singen und Klatschen und das ist pure Absicht. Hier ist Katharsis angesagt,Drug Sauna machen Krach und zwar komplett ohne Gitarre und das Ganze passiert in dem Van der beiden bärtigen Kanadier. Ein Facebook-Video der Formation ging sogar viral und landete bei über einer Million Views. Wer also Acts wie Crowbar, High On Fire, oder Conan hört, ohne gleich aus Augen und Ohren zu bluten, der wird sicher auch die Jungs aus Calgary mögen und sich bei deren Musik mental in deren Van bequemen.
Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter











































