HYDRA VEIN - RATHER DEATH THAN FALSE OF FAITH

| Label: | METALOTHER |
| Jahr: | 1988 |
| Running Time: | 38:46 |
| Kategorie: |
Classics |
Es gibt Platten, über die kaum jemand redet, obwohl sie total geil sind. Dazu gehört auch das Debüt-Album „Rather Death Than False Of Faith“ der Engländer Hydra Vein. Warum eigentlich? Das ist nicht so einfach zu erklären. Deathwish sind da durchaus bekannter. Die Brüder Damon (Bass) und Nathan (Schlagzeug) Maddison verließen Deathwish noch vor dem Debüt-Album „At The Edge Of Damnation“ (1987) und hoben Hydra Vein aus der Taufe. Das Album fiel mir durch das kitschige Artwork auf. Schlechte Cover sind ein Kaufgarant, sagt man im Underground, haha! Aber in diesem Fall stimmt es! Als sei der rosane Hintergrund nicht schon Frechheit genug für ein Metal-Album, ist das mit einer Sense bewaffnete Monster einfach megaschlecht gemalt. Ich musste lachen, als ich es zum ersten Mal sah, musste aber allein deswegen schon unbedingt reinhören! Und ich hätte nie erwartet, dass es so ein Hammer sein würde. Das Riff des Openers „Rabid“ ist ganz eindeutig von Slayer abgekupfert, wenn auch in Slow Motion. Mehr „Reign In Blood“-Mittelpart geht nicht!
Dasselbe gilt übrigens auch für „Misanthropic“, das klingt wie ein Plagiat von „March Of The S.O.D.“. Wahrscheinlich waren das alles auch die Gründe, warum es nicht zum großen Wurf reichte: schlechtes Artwork, für Slayer-Fans zu langsam, etwas holprig gespielt und dürftig produziert. Man hört zwar, dass hier richtige Überzeugungstäter am Werk sind, jedoch ohne die nötige Professionalität. Hydra Vein klingen wie eine ruppige, undergroundige Version von Sabbat oder Onslaught (die beide auch alles andere als Mainstream sind). Auch Ostblock-Bands wie Assesor oder frühe Arakain würden mir als passende Vergleiche einfallen. Aber apropos Sabbat: Besonders der Gesang kann gut mit Martin Walkyer von Sabbat/Skyclad verglichen werden. Für Teutonic Thrasher klingen Hydra Vein wahrscheinlich nicht böse genug und für Ami Thrasher nicht filigran genug.Fehlende Präzision wird mit Enthusiasmus und Spielwitz locker wieder wettgemacht. Sei´s drum! Wer unpolierten Thrash mit einem Hauch Melodie mag, der sollte sich dieses Teil unbedingt mal anhören! Für Fans von Sabbat, Deathwish, Onslaught, Anihilated oder Indestroy!
Tracklist:
Side 1:
Rabid (4:32)
Crucifier (4:48)
The House (3:34)
Right To Die (7:14)
Side 2:
Rahter Death Than False Of Faith (4:43)
Misanthropic (3:13)
Harlequin (7:15)
Guillotine (3:27)
Line-Up:
Mike Keen (R.I.P. 2000!) - Vocals
Dan Ranger – Guitar
Stephen Davis – Guitar
Damon Maddison – Bass
Nathan Maddison - Drums
Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller











































