Einer dieser Tage, an dem ich schon wieder keinen Bock hatte, rauszugehen, aber besonders die Kanadier April Wine haben mich doch schon sehr gereizt, denn wann sieht man die schon mal in unseren Landen? Den Anfang aber machten Heavy Pettin, eine alte Glam/Sleaze/Hard-Rock-Band aus Schottland. Die gibt es auch schon seit 1981 und sie machten durchaus ihr Ding und hatten gleich mal eine neue Platte am Start, die unterschrieben für lässige 25 Euro am Merchstand rausgehauen wurde. Dabei sind die Songs der neuen Platte echt cool, die Klassiker aber wurden ebenso gespielt, und es war ein gelungenes Opening. Ganz im Gegensatz zu Beast In Black, die zwei Tage vorher in dieser Halle für Helloween eröffneten. Da kam zu viel vom Band, aber sie hatten offensichtlich ihre Fans.
Setlist: Rock Generation, In And Out Of Love, Rock Ain´t Dead, China Boy, Faith Healer, Line In The Sand
Hier konnte man sich auf Veteranen des Rock einschießen, die ihre Instrumente beherrschten und dementsprechend beeindruckten. Wo wir auch beim ersten Highlight des Abends waren, denn April Wine haben nichts von ihrem Rock-Spirit über das lange Bestehen der Band hinweg verloren. Ein unglaubliches Erlebnis mit Flower-Power-Feeling und sogar mal psychedelischen Lichtern, die an der Wand des RuhrCongresses tanzten. Dabei spielte Altmeister Brian Greenway teilweise ohne Plektrum wahnsinnige Gitarrenläufe und ein perfekter Roy Nichol am Schlagzeug unfassbare Fills mit beeindruckender Präzision. Songs wie „Sign Of The Gipsy Queen" oder „Big City Girls" füllten die geile Setlist aus, und der Saal applaudierte extrem lautstark, und das zurecht.
Setlist: I Like To Rock, Anything You Want You Got It, Say Hello, All Over Town, Big City Girls, Enough Is Enough, Hot On The Wheels Of Love, Before The Dawn, Just Between You And Me, Sign Of The Gypsy Queen (Lorence Hud-Cover), Roller
Es hat sich also schon alleine wegen denen gelohnt, hierhin zu gehen, doch auch der traurige Anlass, dass sich Uriah Heep mit dieser „The Magician's Farewell"-Tournee endgültig von großen Touren verabschieden wollen, war Grund genug. Man startete gleich mit „Grazed By Heaven" aus neueren Tagen, aber kramte dann direkt den Klassiker „Shadows Of Grief" aus der Mottenkiste. Das Publikum war sichtlich gerührt, und es flossen bei vielen Songs Tränen, da es sehr berührend war. Dazu noch ein langes Gitarrensolo und die üblichen magischen Handbewegungen beim Spiel von Mick Box und Keyboarder Phil Lanzon. Bernie Shaw ließ einiges Deutsch bei seinen Ansprachen einfließen und die Songauswahl und Show ließ keine Wünsche offen. „Lady In Black" durfte natürlich am Schluss nicht fehlen, begann wie immer akustisch und wurde dann im weiteren Songverlauf mit den restlichen Instrumenten aufgerockt, aber auch andere, unerwartete Songs wie „The Magician's Birthday" kamen in den guten 90 Minuten zutage. Eine wahnsinnig berührende und tolle Rockshow!
Setlist: Gazed By Heaven, Save Me Tonight, Shadows Of Grief, Stealin´, Hurricane, The Wizard, Sweet Loraine, The Magician´s Birthday, Gypsy, July Morning, Easy Livin´, Sunrise, Lady In Black











































