Pistol: Hallo Ihr Beiden, schön dass Ihr Zeit für mich habt. Ja, die erste Frage ist ganz einfach mal, wie soll ich dich nennen?
Valy: Valy!
Pistol: Weil ich alle möglichen Namen im Netz gelesen habe haha. Valerie, Nash, Bash und so fort
Valy: Valeria Nash
Pistol: Gut, ich bin der Pistol, du bist die Valy und du bist Max. Einfach zu merken haha.
Max: Genau!
Pistol: Okay, wie seid ihr zu den Namen Böse Fuchs gekommen und was steckt dahinter? Und so ein bisschen Euer musikalischer Werdegang, also nicht in Brockhaus Länge, sondern...
Valy: Klar, in Kurzfassung haha. Angefangen hat alles damit, also der Name Böse Fuchs kommt daher, dass ich vor Ewigkeiten angefangen habe, Gitarrencover zu machen und die in einem Forum hochgeladen habe, unter dem Vornamen Black Fox. Das ist, wie gesagt, schon Ewigkeiten her und dadurch habe ich auch Fans bekommen und entsprechend Wachstum meines Bekanntheitsgrades. Und Fan der allerersten Stunde, war der liebe Laszlo, der kommt aus Großbritannien und ist, wie gesagt, ein Engländer. Mit ihm habe ich ziemlich oft hin und her geschrieben, ein bisschen Witze gemacht und er meinte irgendwann zu mir, ich wäre kein Black Fox, ich wäre ein Böse Fuchs. Was er halt mit seinem gebrochenen so Deutsch hinbekommen hat. Und er hat mir dann auch direkt einen Logoentwurf geschickt und das fand ich so cool, dass ich halt mit ihm darüber weitergeschrieben habe und dann meinte er irgendwann, er würde mich halt voll gerne mehr supporten und auf Konzerte kommen. Also das war noch vor der Zeit mit Max. Zehn, zwölf Jahre ist das her. Und da er aus England kommt und leider im Rollstuhl sitzt, gesundheitlich nicht ganz so fit ist, meinte er, er kann leider nicht mehr supporten, als das, was er macht. Und dann habe ich mir gedacht, ey, okay, aber ich möchte das trotzdem quasi um die Welt tragen, das Logo, den Namen, den er mir geschenkt hat als Fan allererster Stunde und deswegen habe ich den Namen angenommen. Und ja, seitdem ist es Böse Fuchs. Dass zu dem Namen. Und dann hatten wir so ein paar Irrwege und letzten Endes haben wir beide uns dann getroffen, machen jetzt zusammen Couple-Core und die Mucke, worauf wir Bock haben und jetzt sind wir hier.
Max: Wir haben den Namen übernommen, weil wir irgendwann gesagt haben, Bandname, was macht man da? Der Name war schon etabliert, weil Valy hat über zehn Jahre lang eben einen YouTube-Channel ganz groß aufgebaut und da eben mit ihren Gitarrencovern auch eine gewisse Reichweite erreicht.
Pistol: Ja, da gibt es ja ganz viele. Laura Cox zum Beispiel, die hat ihre Karriere ja auch so begonnen.
Valy: Ja genau.
Max: Und dann haben wir lange hin und her überlegt, was man denn für einen Bandnamen haben könnte und irgendwann haben wir gesagt, ey, komm, der ist etabliert und der hat eine Geschichte und wir machen so eine kreuzkomische böse Musik, lass doch den Namen einfach behalten, ist doch witzig. Gerade mit englischen Texten, mit einem deutschen Namen, das fanden wir cool.
Pistol: Ja, toll haha. Nee, finde ich gut. Also ich habe auch versucht, noch Leute zu animieren, hier heute Abend hinzukommen. Aber dann kommen so die Standardsprüche, nee kenn ich nicht. Ich habe mal reingehört, ist nicht so mein Ding. Ja, das muss man eben live hören und einfach mal den Arsch hochbekommen.
Max: Das ist richtig, das stimmt.
Pistol: Na ja, leider wird es immer schwerer. Valy, kommst du aus einer Musikerfamilie?
Valy: Nein, tatsächlich nicht, gar nicht.
Pistol: Gar nicht?
Valy: Gar nicht. Ich bin meinem Vater sehr dankbar, dass er mir damals geholfen hat, dass ich mir meinen Traum meinem Idol nachzueifern, dass er mir den nähergebracht hat und mir quasi meine allererste Gitarre samt Peavey-Amp gekauft hat, hier so ein kleines Mini-Teil.
Pistol: Und wer ist dein Idol?
Valy: Das war mal Richard Zven Kruspe von Rammstein. Also mit dem habe ich quasi angefangen. Ich wollte damals unbedingt so sein wie er, mit sechszehn, zarten sechszehn, als Mauerblümchen und ja. Und du Max, glaube ich, auch nicht wirklich, ne?
Max: Mein Erzeuger, ich nenne ihn mit Absicht Erzeuger, weil ich mit meinem leiblichen Vater keinen Kontakt mehr habe. Der ist ein sehr guter Musiker gewesen und hat mir das nähergebracht zu der Zeit, als wir noch Kontakt miteinander hatten. Das hat dann mit achtzehn irgendwann aufgehört und hat sich dann aber verselbstständigt und bei mir war es tatsächlich Eric Clapton. Also ich komme musikalisch eigentlich aus einer ganz, ganz anderen Richtung. Ich bin mit Blues groß geworden, aber irgendwann hat sich der Metal so eingeschlichen und hat nicht mehr losgelassen.
Pistol: Das passiert. Ja und spielt ihr irgendwelche sonstigen Instrumente? Beide von euch vielleicht? Hattest du Valy Gesangsunterricht, oder bist du Autodidakt?
Valy: Tatsächlich alles, was ich shout-technisch und gesangstechnisch kann, entweder autodidaktisch, beziehungsweise was das Shouten anbelangt, muss ich an meinen Ehemann ein sehr großes Dankeschön aussprechen, könnte ich ohne ihn definitiv gar nicht.
Max: Ach hör auf.
Valy: Habe ich zuvor autodidaktisch versucht, hat nicht so gut funktioniert und dann einmal ins kalte Wasser, kurz vor der Europatour einen Monat vorher, so das musste jetzt machen, also mach und dann hat es auch funktioniert.
Max: Gott sei Dank ja!
Valy: Und ansonsten natürlich Gitarre und ein bisschen Okarina, auch ein bisschen Bass, aber alles nicht mehr auf der Bühne und Max tatsächlich sehr viel mehr, also das Songwriting liegt momentan zumindest noch zu 95% bei Max, sprich Drums, Bass und so.
Max: Ich spiele eigentlich fast alles, aber nichts davon richtig gut bis auf Gitarre haha. Also ich bin, würde ich mal behaupten, ein verhältnismäßig guter Gitarrist und Bassist und alles andere entsteht aber zu 99% am Computer, durch mühseliges Soundscherben aneinanderkleben.
Pistol: Ja gut, das machen ja viele heute.
Max: Aber es funktioniert und es ist eine schöne Art Musik zu schreiben, weil wir dadurch in der Lage sind, zu zweit sehr, sehr viel zu machen und eben Material für eine Bühne zusammenzustellen und für eine Band auf der Bühne anzubieten oder so.
Valy: Und unsere Live-Band hat sich bis jetzt noch nicht beschwert, dass irgendwas unspielbar ist haha.
Pistol: Na mit Noelle dos Anjos habt ihr ja auch eine super Gitarristin am Start.
Valy: Das ist richtig, ja. Da sind wir auch super happy, dass sie dabei ist.
Pistol: Ja, ich war ganz erstaunt. Wie kommt Noelle denn jetzt da hin?
Valy: Tja, eine kleine Welt!
Pistol: Gut, ihr seid eine DIY-Band. Habt ihr denn irgendwie so Kooperationen, Endorsements oder solche Sachen, wo zumindest ein bisschen Unterstützung herkommt?
Valy: Wir können uns tatsächlich sehr glücklich schätzen, dass wir mittlerweile mit über zwanzig Partnern zusammenarbeiten dürfen. Unsere neueste Kooperation, die auch diese Tour unterstützt haben, ist der Party Schnaps aka Ficken.
Pistol: Ach ja, das kenne ich.
Valy: Das hat uns echt unglaublich gefreut. Das ist unsere erste Kooperation, die wir quasi zusammen in der Formation als Böse Fuchs bekommen haben, so nenne ich es jetzt mal.
Max: Und schon sehr, sehr lange verfolgen. Wir arbeiten da jetzt, glaube ich, also wir haben den Wunsch, mit Ficken zusammenzuarbeiten, schon seit, glaube ich, 2019.
Valy: Ja seit 2019, ist schon ein paar Jahre her.
Max: Jetzt hat es endlich geklappt.
Valy: Ja, da waren wir echt happy, dass das so funktioniert hat. Genau, und ansonsten die üblichen Verdächtigen, also unsere sämtlichen Ständer etc. das kommt alles von König & Meier. Da sind wir auch ultra happy, die haben uns dieses und letztes Jahr unglaublich viel unterstützt. Unsere Cases, damit wir die ganze Technik überhaupt sicher durch die Gegend schleppen, ist von P.A.C.K. Cases, die haben uns auch unglaublich viel geholfen, auch damals schon bei unserer ersten Europatour als Support von Oomph!.
Max: Na, ansonsten halt, wie schon gesagt die üblichen Verdächtigen, Bare Knuckle, EverTune, also alles, was viel mit Gitarren zu tun hat. SE Electronics, auch nicht zu vergessen, unsere Mikrofone, die Körbe und Kapseln sind von SE Electronics. Die haben sie auch extra für uns gemacht, die gibt es nämlich nicht in grün.
Valy: Ja in Grün. Genau, die sind extra für uns angefertigt worden.
Max: Das Gesamtbild muss einfach stimmen.
Pistol: Ja, wie bei J.B.O., alles in rosa.
Max: So ist es, genau.
Valy: Und noch ganz viele weiteren, da sind wir wirklich unglaublich dankbar dafür, dass das so funktioniert, weil, sage ich ehrlich, ohne die Unterstützung würden wir das da so nicht auf die Beine stellen können.
Pistol: Okay, woher kommt denn eure Inspiration für diese Art der Musik, für die Texte?
Valy: Oje, frag lieber woher sie nicht kommt. Ich glaube, das wäre eine einfache Frage.
Pistol: Hahaha, ja dann erzähl mir woher sie nicht kommt!
Valy: Aus dem Schlagerbereich. Nein, Spaß. Das Coole bei uns ist mittlerweile, dass wir tatsächlich endlich das machen können, worauf wir Bock haben, was wir schon immer machen wollten. Max kommt viel aus dem Metal-Core, beispielsweise Spiritbox oder Parkway Drive Bereich. Ich bringe so ein bisschen mehr Industrial-Metal mit rein, oder generell EBM, also Kombi-Christ.
Max: Wir beide sind auch große Deutsch-Rap-Fans tatsächlich, außerhalb der...
Pistol: Deutsch Rap???
Max: Ja tatsächlich, Deutsch-Rap sollte man gar nicht vermuten.
Pistol: Was gibt es denn da Vernünftiges, sag ich mal?
Max: Boah, schwierig. Ohne dass wir uns unbeliebt machen wollen, aber ein ganz großer Wortartist, den wir sehr mögen, ist Kollegah. Ein ganz großer Wortkünstler.
Valy: Den mögen wir sehr gerne. Er ist wirklich ein ganz großer Wortkünstler. Und vielschichtige Lyrics auch, wenn man sich da mal mit ein bisschen beschäftigt.
Pistol: Aber die meisten sind ziemlich flach, finde ich persönlich, so Deutsch-Rap Sachen sind nicht mein Ding.
Max: Die Thematik ist bei Kollegah jetzt auch natürlich sehr, sehr stumpf, wie man es aus dem Deutsch-Rap kennt, aber die Wortspiele und die Reimketten sind enorm stark. Also da muss man sich da ein bisschen tiefer mit beschäftigen und wir versuchen das auch, allerdings auf Englisch.
Pistol: Ja, weil es ja nochmal eine Nummer schwieriger ist. Was sich reimt passt ja nicht unbedingt sinngemäß zu sein.
Valy: Das ist richtig, ja.
Max: Aber das ist eine Herausforderung, die wir gerne annehmen.
Pistol: Gut, wie schätzt ihr denn überhaupt so die Szene ein, so die ganze Entwicklung bei der Musik? Also für mich, ich bin ja nun ein uralter Sack, finde ich, es wird immer mehr zum Wegwerf-Produkt. Die Leute hören mal kurz rein, ne, gefällt mir nicht, ich klicke weiter.
Max: Das ist leider wahr, ja.
Valy: Wir erwischen uns selber tatsächlich auch schon dabei, dass wir denken, okay, wir schreiben Song XY jetzt so Hook-optimiert, dass die Leute wirklich in den ersten drei, vier Sekunden direkt Lyrics haben, direkt die Hook kriegen, direkt wissen, okay, so geht der Song.
Max: Zwei Minuten fünfzig lang, damit das eben für Spotify optimiert ist und so. Das ist durchaus auch schon passiert, ja.
Valy: Das ist auch sehr traurig mittlerweile, diese Entwicklung, weil sich die größeren, gut etablierten Artists, ja die können sich das erlauben, tatsächlich noch Musik zu machen, weil die halt einfach die Community und die Fanbase haben, denen egal ist, was sie machen.
Pistol: Ja, vor allem haben die das finanzielle Fundament.
Valy: Genau, und gerade kleinere Bands oder Indie-Artists, die das ganze Backup dahinter nicht haben, die müssen halt schon eher gucken, dass sie Zielgruppen optimiert, das klingt so schlimm, arbeiten, damit sie sich da halt erst mal eine Fanbase erspielen.
Pistol: Ja, letztlich ist alles nur noch Kommerz.
Max: Das ist leider Gottes ohne Commerz aber auch eben nicht möglich, weil sich das ja irgendwie finanzieren muss. Und irgendwie tragen muss, ja. Ansonsten könnten wir es ja selbst auch nicht machen.
Valy: Und wir haben jetzt aber zum Beispiel unser aktuellen EP "Divina Commedia“, unser allererster Single „Darvo Inferno“. Da wussten wir auch, dass das Intro beispielsweise, ich glaube, das geht über eine Minute, ist viel zu lang. Das ist nicht Spotify interessant.
Max: Aber es funktioniert, weil es tatsächlich unser beliebtester Song momentan ist.
Valy: Genau, es hat trotzdem funktioniert, einfach weil der Song aber auch ehrlich ist und halt das wiederpiegelt, was wir fühlen. Und da ist ja auch unsere Geschichte mit drin. Und es war echt schön zu sehen, dass es, obwohl wir dachten, ah ja, okay, scheiße, machen wir jetzt trotzdem, weil wir es so machen wollen. Aber es wird mit Sicherheit nicht funktionieren. Und er funktioniert doch auf seine eigene Weise. Also es ist noch nicht der gesamte Hopfen und Malz verloren.
Pistol: Also du meinst es wäre noch Licht am Horizont.
Valy: Genau, ja. Noch ist die Hoffnung nicht ganz verloren.
Pistol: Okay, was macht ihr lieber? Touren oder Studio Sachen? Also zu Hause oder im Studio in Ruhe aufnehmen oder…
Max: Die Antwort ist platt. Ständig on the road haha. Wie gesagt, die Antwort ist ganz platt, 50-50. Also es ist leider Gottes nicht immer möglich, aber zu einem großen Teil kann es so funktionieren, dass wir lange genug touren, dass wir keine Lust mehr auf Touren haben und dann gehen wir ins Studio. Wir haben den schönen Vorteil, dass wir sehr, sehr nah an unserem Studio dran wohnen. Wir haben auch ein eigenes, recht gut ausgebautes Home-Studio und können dann einfach zu jeder Zeit schreiben, wenn wir wollen. Und wenn wir merken, so, jetzt möchten wir nicht mehr, jetzt ist alles aufgeschrieben und alles gesagt, was es zu sagen gab, zu der Situation, dann können wir wieder auf die Straße gehen und können wieder touren. Also das hält sich recht gut die Waagschale. Wobei ich sagen muss, wenn ich die Wahl hätte, dann lieber live spielen.
Valy: Ja, Dito, kann ich exakt so unterstreichen.
Pistol: Ja, weil viele Bands heute, die haben halt einfach nicht den finanziellen Background um mal zwei, drei Off-Days zu nehmen. Die hauen wirklich fünfzig Konzerte am Stück durch und gehen nachher auf dem Zahnfleisch nach Hause.
Valy: Das glaube ich.
Pistol: Ich hatte das zuletzt bei The Darkness, ich weiß nicht, ob ihr die kennt. Sie sind aus England?
Valy & Max: Ja klar.
Pistol: Und da habe ich mit der Support Band gesprochen und die sagten, boah, letzte Show heute, Gott sei Dank, endlich ausschlafen. Wir hatten keinen einzigen Off-Day.
Max: Wobei das tatsächlich ein Ding ist. Auf der Support-Tour mit Oomph! hatten wir das auch. Es war viel fahren, wenig schlafen, aber irgendwo ist es auch ein Geschenk und eine Gabe, sagen zu dürfen, wir können vor Menschen spielen und dann ist man zwar müde und erschöpft, aber trotzdem dankbar, dass man es machen darf.
Pistol: Okay, ihr kriegt jetzt ein super Angebot mit garantierter Millionen Gewinnsumme. Müsst euch dafür aber komplett umstellen? Ja oder nein?
Valy & Max: NEIN!
Valy: Ich hätte, wenn ich das noch kurz ergänzen darf, meine Antwort wäre vor einem Jahr eine andere gewesen. Aber gerade jetzt, 2025, wir haben eine unglaubliche Menge an Erfahrungen gesammelt für uns selbst. Wir haben ein unglaublich großes Team aufgebaut.
Max: Wir durften zwischendurch auch sehr, sehr tief in die Scheiße greifen.
Valy: Ja, aber 2025 war das Jahr, wo wir uns selbst gefunden haben. Und seitdem wir endgültig wissen, was wir machen wollen, wie wir es machen wollen und mit wem wir es machen wollen. Und seitdem kann ich ganz klar sagen, ey, entweder so oder gar nicht.
Max: Das nimmt uns keiner mehr weg.
Pistol: Ja, das ist gut, finde ich gut, so eine Entscheidung finde ich gut. Die nächste Frage kann ich mir schenken, da du ja schon gesagt hast, dass Max dein Ehemann ist. Ansonsten hätte mich halt interessiert ob ihr nur musikalische Partner seid, oder eben auch privat.
Max: Wir waren lange nur musikalische Partner. Ich glaube, das erste Jahr, in dem wir zusammengearbeitet haben, als damals das erste Böse-Fuchs-Album entstanden ist, waren wir nur musikalische Partner. Und dann hat sich das aber sehr schnell zusammengefunden. Und ich darf mich immer noch glücklich schätzen, dass wir auf Augenhöhe nebeneinanderstehen dürfen. Das ist eine sehr schöne Sache, weil ich sage mal, 80% des Aufbaus von diesem Projekt liegt bei Valy, also bei meiner Frau.
Valy: Aber jetzt mittlerweile nicht mehr.
Pistol: Okay, dann habe ich ja gesagt, ich habe ja das erste Mal so ein VIP-Ticket geholt. Eine echte Premiere! Aber wie steht ihr im Allgemeinen zu dieser komischen Meet & Greet Kultur? Wo die Leute Schweinepreise bezahlen für ein Foto, was noch nicht mal garantiert ist. Wenn der Musiker keinen Bock hat an dem Tag, dann ist die Kohle weg.
Valy: Das haben wir tatsächlich auch ultra lange überlegt. Und wir beide haben auch tatsächlich diskutiert, machen wir das jetzt oder machen wir das nicht. Weil gerade in unserer Größe VIP-Tickets anzubieten, ist so ein bisschen, hm naja, also warum sollen wir das machen?
Pistol: Du wirst lachen. Ich sehe Bands, die hier in Kölner Clubs spielen. Da habe ich noch nie etwas gehört, von diesen Bands, da kostet die Karte, was weiß ich, fünfundzwanzig Euro. Und dann steht da, Meet & Greet Upgrade für hundert Euro on Top. Und ich denke mir hallo, wer seid ihr denn?
Max: Das ist auch völliger Star-Overkill. Das ist zu viel!
Valy: Deswegen war unser Ansatz hinter den VIP-Tickets war, also Punkt Eins, dass da auf jeden Fall der Eintritt mit drin ist. Weil das finde ich ganz schrecklich bei den VIP-Upgrades, dass das zusätzlich zum Eintritt ist. Das finde ich nicht okay. Deswegen habe ich gesagt, also das ist auf jeden Fall schon mit drin. Und wir wollten halt einen Mehrwert bieten, eben mit dem T-Shirt und dem Schnaps. Und das war für uns, der Anlass, das zu machen, war tatsächlich, dass wir im Vorfeld mit dem erwirtschafteten Geld quasi schon arbeiten können. Und die Locations bezahlen können, die Hotels im Vorfeld bezahlen können, die Produktion im Vorfeld teilweise bezahlen können. Und so haben wir das auch vermarktet und verkauft, dass das quasi nicht das typische VIP-Ticket on top ist, damit die Künstler noch mehr verdienen. Sondern, dass uns das hilft, dass wir das im Vorfeld überhaupt finanziert bekommen. Das war unsere Intention dahinter.
Max: Zusätzlich vielleicht noch, wir haben eine unglaublich starke Community. Und die ist sehr supportstark, aber eben auch aus freien Stücken. Weil, und das ist vielleicht ein bisschen untypisch, wir gehen mit allen Zahlen und mit dem Geld, das wir erwirtschaften, zu 100 % transparent um. Das heißt, wenn jemand für uns ein VIP-Ticket kauft, dann weiß der, wo dieses Geld hingeht. Also es gibt meistens ein großes Zahlungsziel, wo wir sagen, wir möchten gerne eine bestimmte Lichtshow anbieten. Oder wir möchten gerne eine bestimmte Songqualität anbieten.
Pistol: Im Grunde so ein bisschen erweitertes Crowdfunding.
Max: Genau, so ist man in dem Sinne. Aber jeder weiß eben genau, wo es hingeht. Und jeder bekommt aber auch im Umkehrschluss was zurück. Und im Gegensatz zu Crowdfunding ist es halt nicht diese Ungewissheit von, was mich bei Crowdfunding meistens stört. Du kriegst ein Plektrum oder du kriegst ein Meet & Greet, oder du bekommst ein T-Shirt. Sondern du weißt ganz genau, was du bekommst. Und du weißt bei uns auch ganz genau, es ist handgemacht. Es kommt aus unserer Produktionshalle, von uns selbst. Jedes T-Shirt ist selbst gedruckt, jede Karte ist selbst geplottet, selbst designt, selbst entworfen, selbst eingekauft. Und man hat immer was in der Hand, was wir auch schon in der Hand gehabt haben. Und so gibt es halt eine sehr, sehr tiefe Verbindung zu allen unseren Supportern. Und das ist uns ganz, ganz wichtig. Und es soll auch unbedingt so bleiben, selbst wenn wir irgendwann mal einen Anteil vielleicht abgeben müssen. Sei es eine T-Shirt-Produktion oder sei es eine Studio-Produktion.
Pistol: Ja, wobei, die Rechte würde ich niemals aus der Hand geben.
Max: Nein, die Rechte geben wir nicht ab. Aber wenn es zum Beispiel darum geht, dass irgendwelche T-Shirts in Masse produziert werden, soll es nach wie vor von uns handproduziertes Merchandise geben, wo auch immer noch alle wissen, das kostet vielleicht einen Euro mehr, weil es eben von uns selber kommt. Aber man hat was in der Hand, was wir mit Herz und mit Liebe geschaffen haben und mit unseren eigenen Händen. Und deswegen auch DIY, weil da glauben wir dran.
Valy: Ja, und Schlusswort dazu, nochmal zu dem Gesamt-VIP-Ding. Ich verstehe, dass es einen Aufpreis kosten muss, gerade bei größeren Bands, weil ich meine, du musst die Security bezahlen, du musst die ganze Organisation darum bezahlen. Es ist ein Zeitaufwand, du musst irgendwie in die Tourkalkulation, in die ganze Zeitkalkulation rein. Verstehe ich alles, gerade auch, wenn man aus dem Business rauskommt. Aber beispielsweise Preise ab zweihundert Euro aufwärts geht gar nicht. Also ich persönlich würde für einen Künstler, wo ich mir denke, Alter, den möchte ich unbedingt treffen und ich weiß, das geht abseits von dem VIP-Upgrade gar nicht, meine Grenze wären fünfzig Euro. Weil ich weiß, wenn die davon, keine Ahnung, zehn oder zwanzig Stück verkaufen, dann haben die die extra Kosten easy wieder drin. Und ich finde nicht, dass man als Fan so unglaublich viel extra bezahlen sollte oder muss, nur um seinen Lieblingsartist irgendwie zu sehen.
Pistol: Nee, ich würde es auch nicht machen.
Max: Die meisten Angebote sind auch, ohne da jetzt jemanden persönlich anzusprechen, aber ich finde, viele von diesen Angeboten sind deutlich frech. Sachen wie Early Access beziehungsweise früherer Eintritt, ein Foto, vielleicht noch beim Soundcheck dabei sein und dann früherer Zugang zum Merchandise oder Zugriff zum Merchandise. Und um da dann nochmal Geld abzugeben, ist schon...
Pistol: Haha, ja aber das kannst du jetzt endlos ausführen. Das beste Beispiel bei einer bekannten amerikanischen Hard Rock Band, da gab es ein Upgrade, so um die zweieinhalbtausend Euro, da wurdest du von einem Crewmitglied durch den Backstage geführt, dann wurden alle, die die Tickets gekauft haben, zum Abschlussfoto auf die Bühne gestellt und Ende. Kein Musiker dabei, nichts
Max: Ja, das ist frech!
Pistol: Gut eine andere Sache, ich habe gesehen oder irgendwo gelesen, ihr habt mal mit Raya Meisner zusammengespielt. Raja habe ich 2017 hier im Kölner Underground gesehen, da war ihre allererste Live-Performance, die sie jemals gemacht hat. Wie seid ihr denn zusammengekommen?
Max: Wir kennen Raya. Raya hat lange in Berlin gewohnt.
Pistol: In Köln hat sie mit Psycho Village gespielt.
Max: Ja, Raya hat in Berlin gewohnt und über Bekannte sind wir damals irgendwie, haben wir uns beim Feiern tatsächlich getroffen.
Valy: Stimmt, ja.
Max: Über den lieben Nico Bronson, ehemalig War From A Harlots Mouth, und der hat uns vorgestellt und dann irgendwann hat man miteinander ein bisschen hin und her getextet und dann hieß es, ey, wir brauchen einen Schlagzeuger für die Tour, hast du nicht Bock? Und dann ist das irgendwie zustande gekommen und dann hat sie die Tour mit uns gespielt.
Pistol: Habt ihr eine Message? Seid ihr Politisch aktiv oder ähnliche Sachen?
Max: Also mal unabhängig von der Tatsache, pro Trans und pro Freiheit, pro freies Ausleben und kein Rassismus. Und also generell, jeder Mensch darf bitte leben, wie er leben möchte. Selbstverständlich innerhalb des Rahmens niemandem anderen wehzutun, zu verletzen oder ähnlichem. Liebe kann alles schaffen! So cheesy das auch klingt, aber wir haben gelernt, dass wenn man zusammenhält und nicht mal zwingend zwischenmenschlich wie romantische Liebe, sondern Liebe wie Freundschaft, Liebe wie Zusammenhalt und ähnliches, wenn man ehrlich miteinander ist und wenn man sich selbst findet und miteinander unterstützt und aneinander aufbaut, dann kann man seinen Traum verwirklichen.
Pistol: Ja, und Respekt.
Max: Auf jeden Fall, ganz, ganz, ganz viel Respekt!
Pistol: Love, peace and respect. Ein guter Freund hat das immer gesagt, leider ist er sehr früh verstorben.
Max: Ohne unsere Band wären wir zum Beispiel nichts. Und wir würden niemals ein Konzert spielen und unsere Liveband vorschicken und irgendwelche Sachen für uns arbeiten lassen, während wir im Backstage sitzen und gar nichts tun. Wenn, dann ackern wir alle zusammen. Und dann bluten wir alle zusammen.
Pistol: So wie Krash Karma zum Beispiel. Die sind auch klasse, die Zwei. Kennt ihr die? Der Deutsche und die Amerikanerin.
Max: Ach klar, ja die kennen wir.
Pistol: Und die sagen auch, wir kommen nach der Show raus, ihr zahlt nichts extra, ihr könnt Fotos machen und mit uns quatschen. Okay, Rock'n'Roll war auch immer eine Art Rebellion. Glaube ihr, dass ihr heute mit Musik noch irgendwas bewegen könnt? So im Denken der Leute oder...
Max: Wir wünschen es uns auf jeden Fall.
Valy: Also vielleicht nicht im weltbewegenden Rahmen. Also beziehungsweise...
Max: Vielleicht noch nicht.
Valy: Oder vielleicht noch nicht. Wie gesagt, bei unserer Größe im jetzigen Augenblick mit Sicherheit nicht, wie gesagt, nicht weltbewegend. Aber was wir tatsächlich festgestellt haben, bei unserem allerersten Single-Release dieses Jahr bei „Darvo Inferno“, der beschäftigt sich viel mit Narzissmus, Gaslighting den ganzen psychischen Folgen und Taktiken hinter narzisstischem Missbrauch, denen wir leider Gottes mehrmals durchhaben. Wir haben gemerkt, dass da sehr viele Leute auch mitzukämpfen hatten, dass der Song bei denen Anklang gefunden hat, dass sie sich damit identifizieren konnten und uns auch geschrieben haben. Wir haben echt viele Nachrichten bekommen. Hey, megacool, der Song hat mir so geholfen, das besser zu erkennen, die Muster dahinter zu erkennen. Der Song hat mir geholfen, mehr Wissen darüber anzusammeln. Und das war so…
Max: Vielleicht auch aus Mustern auszubrechen.
Valy: Genau, Dankeschön. Das hat mir noch gefehlt, aus Mustern auszubrechen. Und das war so, wo ich mir dachte, okay krass, wir haben gerade einfach einen ehrlichen Song aus unserer Geschichte geteilt, beziehungsweise geschrieben. Und es gibt Leute, die es nachfühlen können, die genau das Gleiche durchgemacht haben und die wir damit erreichen konnten. Und das war, auch wenn der Anlass, beziehungsweise das Thema des Songs ja eher ein bisschen traurig ist, dass andere Leute auch so erleben mussten, es war aber trotzdem ein schönes Gefühl zu wissen, dass das resoniert.
Pistol: Ja, auf jeden Fall. Nichts hinzuzufügen. Ein Blick in die Zukunft, wo seht ihr euch in zwanzig Jahren?
Valy: Madison Square Graden haha
Max: Na hoffentlich…
Pistol: Ja das gönne ich euch auf jeden Fall! Ich meinte aber, das ist jetzt eher darauf bezogen, ob ihr dann noch Musik macht oder vielleicht noch...
Max: Unbedingt!
Pistol: Weil ich frage das eigentlich jede Band. Ich habe eine Freundin, die Jutta Weinhold, ich weiß nicht, ob ihr die kennt. Mit achtundsiebzig Jahren steht sie immer noch für eine Metal Show auf der Bühne. Sie ist die Gründerin von Zed Yago, und ist dann damals ganz böse ausgebootet worden, weil sie es das als GbR angemeldet hatte. Und der Gitarrist meinte, er muss da sein eigenes Ding draus machen. Seitdem darf sie den Namen nicht mehr verwenden.
Valy & Max: Solche Probleme kennen wir leider auch zu Genüge
Pistol: Und deswegen frage ich immer, wo seht ihr euch in zwanzig Jahren? Also ich kenne ganz wenige, die in Rente gehen, sagen wir mal so.
Max: Mit Musik in die richtige Rente zu gehen, ist, glaube ich, für uns absolut...Unabhängig von der Tat, wir haben lange genug gearbeitet, um vielleicht eine Rente zu bekommen. Aber diese Rente wird uns nicht finanzieren. Aber unabhängig davon, das Ziel ist, glaube ich, dass wir beide von der Bühne ins Grab springen. Also wenn die Möglichkeiten uns gesundheitlich lassen und wenn wir nicht aus irgendeinem Grund krankheitsbedingt nicht mehr auf die Bühne können, dann machen wir das, glaube ich, bis wir tot sind. Ob mit Erfolg oder ohne, ist eigentlich relativ egal.
Pistol: Gut, jetzt habe ich gesehen Max, du bist auf jeden Fall nicht Straight Edge. Du trinkst Bier und rauchst. Wie ist das bei dir Valy? Oder überhaupt so? Dieses Sex and Drugs and Rock'n'Roll Ding ist ja irgendwie bei vielen tot.
Valy: Nee, also tot nicht. Ich rauche nur, wenn ich sehr betrunken bin.
Max: Ich rauche nur, wenn ich auf Tour bin haha
Valy: Wobei, also Max war wirklich ganz, ganz schlimmer Kettenraucher. So, mit wie vielen Packungen am Tag?
Max: Eine! Also Kettenrauchen würde ich das jetzt nicht nennen. Aber ich habe lange viel geraucht.
Pistol: Ich bin auch 24 Jahre davon ab.
Valy: Er hat es geschafft aufzuhören und jetzt meine Güte, auf Tour. Und weil wir einen unheimlich großen Workout und Stress hatten, ist die eine oder andere Zigarette mal geschnorrt worden. Voll okay.
Pistol: Aber du kommst da nicht wieder dran, oder? Also ich käme wieder dran, wenn ich jetzt wieder rauchen würde.
Max: Also wieder wirklich aktiv Zigaretten zu kaufen. Also fairerweise, ich glaube, wenn ich alleine leben würde, wäre das schon passiert. Aber auch das klingt jetzt mega cheesy, aber da ich eine Frau habe, die wirklich auf meine Gesundheit aufpasst und mich noch ein paar Jahre haben möchte und ich aber auch gerne möchte, dass sie mich noch ein paar Jahre hat, kontrolliere ich das, solange wir nicht touren, kontrolliere ich das sehr stark. Vielleicht wird ab und zu mal ein Bierchen gepichelt, aber das ist auch alles in einem Rahmen.
Pistol: Ja, ja, da gibt es auch so ganz krasse, die machen ja gar nichts. Da gibt es dann nur noch Wasser.
Max: Also, wobei, fairerweise, letzte Woche, ich bin sehr krank gewesen jetzt die letzte Woche und konnte nicht so gut performen, habe also dementsprechend auf Alkohol und auf Zigaretten komplett verzichtet und eben nur Wasser getrunken und Ingwertee.
Pistol: Was macht ihr sonst in der Freizeit, wenn ihr nicht Musik macht?
Valy: In der Freizeit, was ist das haha?
Pistol: Gut, reicht als Antwort dann schon haha.
Max: Ja, wobei, das stimmt so ziemlich. Also wir sind, wir haben einen Twitch-Kanal, also wir livestreamen zweimal die Woche, wahrscheinlich jetzt in Zukunft dreimal die Woche, müssen wir mal gucken. Und gewähren da unserer Community Einblicke hinter die Kulissen. Aber wir spielen auch ganz viel, also beziehungsweise zocken Playstation-Spiele, Computerspiele und was nicht alles, das ist so unsere Passion neben der Musik, um auszuspannen.
Valy: Yes!
Pistol: Gut, dann noch eine Frage. Was macht euch glücklich? Und wo kriegt ihr so richtig den dicken Hals?
Valy: Oh, ich fange mal mit dem Negativen an. Äh, unehrliche Menschen oder Menschen, die uns oder generell andere Menschen ausnutzen. So, das ist letztes Jahr endgültig eine Schwelle erreicht worden, wo wir sagen, nee, reicht, lassen wir uns nicht mehr gefallen. Absolut kein Bock mehr drauf.
Max: Das Problem ist Gott sei Dank jetzt beendet, diese Menschen existieren für uns nicht mehr.
Valy: Genau und auch generell, wenn ich merke, ey, du bist nur in meinem Dunstkreis, weil du irgendwas von mir willst oder weil du irgendwas durch mich erreichen möchtest oder durch uns. Da war ich früher immer so, ja, aber vielleicht, naja, vielleicht kann sich doch eine Freundschaft entwickeln. So people-pleaser halt.
Pistol: Die typischen Speichelecker halt.
Valy: Nee, das ist mittlerweile rigoros, wenn ich merke, passt nicht, resoniert nicht, dann tschüss. Und das mag für manche vielleicht hart klingen, oh mein Gott, du bist voll unsympathisch, weil du Menschen so schnell aus deinem Leben kriegst. Nee, sorry, gebranntes Kind, sehr stark gebranntes Kind. Und ich finde, mit mittlerweile 30 Jahren ist das okay, nur noch Menschen in sein Leben zu lassen, bei denen man merkt, okay. Du bist vertrauenswürdig, mit dir kann ich arbeiten. Wir sind auf einer Ebene.
Max: Die eigene psychische Gesundheit kommt generell viel zu kurz. Kann ich mich aber genauso anschließen? Lügner und Heuchler. Und was ich ganz, ganz, ganz schlimm finde, sind nachtragende Menschen. Nachtragen finde ich ganz schlimm. Wir haben witzigerweise gerade so eine Situation gehabt, wo uns jemand von letztem Jahr einen Vorfall nachträgt, der nicht mal auf unserem Mist gewachsen ist, mit dem wir uns heute in Bezug auf ein Konzert in zwei Tagen rumschlagen müssen, wo wir dann jetzt erst mal reinen Tisch machen müssen. Da kann ich auch nicht mit umgehen.
Valy: Und ansonsten, was uns neben der Musik glücklich macht, ist, wenn wir es schaffen, das ist leider viel zu selten, wirklich mal Zeit für uns zu haben, mit unserer kleinen Husky-Hündin Shiva zu haben. Unser Hund. Ja, und ihr zuzugucken, wie sie munterfröhlich...
Pistol: Den habt ihr aber nicht mit jetzt, oder was?
Valy: Ja, doch, die schläft gerade im Auto.
Max: Sie hat ihr Bettchen bei uns hinten im Auto drin.
Pistol: Ich kenne das von Exilia, Masha hat ihren Hund immer dabei, der lag dann meistens auf dem Merchandise Tisch. So ein kleiner Malteser oder sowas.
Max: Wir lassen sie vielleicht gleich noch mal in die Location mit rein.
Valy: Ja mal gucken. Nee, aber das Schöne ist gerade echt mal Me-Time oder Us-Time zu haben. Gerne auch draußen in der Natur, in den Bergen. Max mag Berge sehr gerne.
Max: Ich ehe sehr gerne in die Berge. Wir sind ja demnächst in München, mal gucken, vielleicht kommen wir ja an welchen vorbei.
Valy: Wandern, das erdet unheimlich…
Max: Und Sport.
Valy: Oh Gott ja und Sport. Fast vergessen haha.
Pistol: Okay, dann bedanke ich mich schon mal für eure Zeit und ihr habt bestimmt noch ein Schlusswort für unsere Leser, oder?
Valy: Erstmal vielen Dank, dass wir in euren wunderschönen Stadtteil kommen durften, falls das Magazin aus Köln kommt.
Pistol: Nee, kommt es nicht, eher aus dem Ruhrpott, aber das macht gar nichts! Dafür bin ich in Köln geboren, also alles gut haha.
Max: Dann vielen Dank fürs Lesen!
Valy: Und vielen Dank dafür, dass ihr in der Szene aktiv seid, dass ihr noch Metal hört, das ihr kleine Artists unterstützt!
Max: Geht auf Konzerte! Unterstützt junge Bands, geht in die kleine Kneipe um die Ecke und schaut euch an was der Nachwuchs macht!
Valy: Wir freuen uns und alle anderen Bands da draußen auch!












































