BANGALORE CHOIR - RAPID FIRE SUCCESSION: ON TARGET PART II

| Label: | BRAVEWORDS |
| Jahr: | 2025 |
| Running Time: | 66:50 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Die US-amerikanische Hard Rock Band Bangalore Choir wurde 1991 vom früheren Accept-Sänger David Reece sowie den Gitarristen Curt Mitchell und John Kirk (beide ex-Razor Maid) gegründet. Letztes verbliebenes Gründungsmitglied ist der Shoutger. 1992 erschien das Debütalbum "On Target“. Der mangelnde Erfolg des Werks führte seinerzeit wohl zur Auflösung der Truppe. Nach einer achtzehnjährigen Auszeit erfolgte 2010 die Reunion, unter anderem mit dem zweiten Opus „Cadence“. Zwischen „Metaphor“ (2012) und „Center Mass“ (2023) lagen wiederum elf Jahre, obwohl sich der Act offiziell wohl nicht aufgelöst hatte. „Rapid Fire Succession: On Target Part II“ ist somit die fünfte Veröffentlichung. Der Titel spielt an auf des bereits genannte Erstlingswerk. Und das Cover des aktuellen Silberlings ist mindestens genauso kitschig. Wie auch immer, hören wir doch einfach mal rein. Sechzehn Songs und mehr als eine Stunde Spielzeit. Kann man sich da wirklich jede einzelne Nummer intensiv anhören?
Also gut, fangen wir an mit dem Eröffnungstrack „How Does It Feel“. Eingängiger Hard Rock mit guter Gitarren-Arbeit. Der Refrain kratzt verdammt stark am Mainstream. „Driver’s Seat“ hat nichts zu tun mit der Sniff ’n‘ the Tears Tune aus dem Jahr 1978. Auch hier hören wir gefällig klingenden Hard Rock. Das groovige „Love And War“ gefällt mir dann wesentlich besser. Dank des mitreißenden Rhythmus, starkem Klampfen-Solo und einer außergewöhnlichen gesanglichen Leistung. Das ist typischer 80er Jahre Rock ´n´ Roll. „I Never Meant To“ ist eine schöne Ballade. Das Six-String-Spiel lässt ein wenig Country-Feeling aufkommen. Hier kann der Fronter seine gesanglichen Qualitäten voll einbringen. Bei „I’m Headed For“ lassen die Musiker es so richtig krachen. Aber auch die ruhigen Gesangs-Passagen können beeindrucken. Einer meiner Favoriten auf dem Album. Auch „Bullet Train“ gehört zu den schnelleren und stark Gitarren-lastigen Stücken. „Swimming With The Shark“ wirkt dann wieder äußerst kommerziell. Eine Aufforderung an Rock Radio Stationen, diesen Beitrag in ihre Play-Listen aufzunehmen.
Mit „The Light“ folgt die nächste Ballade. In einer ähnlichen Spielweise wie zuvor bereits „I Never Meant To“. Tief verwurzelt im amerikanischen Country Rock. Nach dem Kracher „Prisoner“ und dem groovigen „The Beauty“ folgt mit „Sail On“ die nächste Empfehlung für Classic Rock Sparten Kanäle, dank starker Hook Lines, eingängigem Refrain und kommerziell angelegter Melodiebögen. Mit „Trouble With The Truth“, „Still The Same“, „Blinded By Fire In The Sky“ und „Rock Of Ages“ geht es rockig dem Ende entgegen. Und das hat es noch einmal in sich. Die Ballade „Mending Fences“ ist ein weiteres Highlight des Rundlings und scheint so gar nicht zu den anderen Liedern zu passen. Aber genau das macht die Qualität dieses Hits aus und sorgt für Abwechslung. Minimalistisch instrumentiert und von Streicher-Teppichen unterlegt, hören wir wohl die beste gesangliche Leistung des Meisters auf diesem Output. Auf „Rapid Fire Succession: On Target Part II“ scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Zeitlos schöner melodischer Rock im Stil der Achtziger Jahre. Natürlich steht die Stimme von David Reece ganz klar im Vordergrund. Aber diese wäre nichts Wert ohne die instrumentale Begleitung durch hervorragende Musiker. Das bereits erwähnte Cover Artwork sorgt dann jedoch „Abzüge in der B-Note“.
Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber











































