TESSERACT - RADAR O.S.T.

| Label: | KSCOPE |
| Jahr: | 2025 |
| Running Time: | 88:09 |
| Kategorie: |
Liverecording |
‚Radar Festival‘ schreit der Frontmann gleich am Anfang. Braucht man mal wieder ein weiteres Livealbum im Plattenschrank oder nicht? Wahrscheinlich bei den unverschämten Preisen für Konzertkarten. Aber es ist halt doch schon geil, wenn inmitten der Tracks mal jubelnde Pfiffe oder Euphorie ausbricht. Heutzutage handelsüblich gibt es auch tolle Auflagen mit verschiedenfarbigem Vinyl und eine BluRay. Ich habe leider nur Dateien auf meinem Computer, aber zumindest ist der Sound echt geil. Ich stelle es mir auch immer schwer vor, Math-Metal aufzunehmen beziehungsweise im Studio wieder Hand anzulegen wegen der komplexen Songstrukturen. Aber hat ja auch bei der Band Haken vor kurzem funktioniert. Es ist auf jeden Fall alles geil gespielt. Im Intro von „Concealing Fate Part One – Acceptance“ geht es gleich auch mal mit den allgegenwärtigen Sounds aus dem Verzerrer los, die die Anlage fast zum Beben bringen.
Damit kann man fast wie bei Meshuggah (wobei TesseracT-Sänger Daniel Tompkins wesentlich artiger ist) jeglichen musikhassenden Nachbarn zurück in seine Schranken weisen und ihm gleich dazu noch einen musikalischen Alptraum servieren, den er nicht einmal für möglich gehalten hätte. Sehr toll sind auch die immer wieder unterstützenden Frauenchöre. Bringen Abwechslung in den Wirrwarr von Tempo- und Taktwechsel. Zwischendurch auch mal ein Intro, das durch die spacige Storyline führt wie bei den Holländern Ayreon. Das Ganze wird hier ‚O.S.T.‘ (Original Soundtrack) genannt, weil wir es hier mit einem Konzertfilm zu tun haben. Schön auch die entspannten Phasen wie in „Tender“, wobei der Metal hier immer wieder durchbricht. Das Cover, das wohl einen Schnappschuss während des Gigs zeigt, finde ich etwas bescheiden, da es keine coole Gesamtaufnahme der Bühne ist, sondern ein eigenartig gewählter Ausschnitt.
Note: Keine Wertung
Autor: David Ivanov











































