MAYHEM - LITURGY OF DEATH


Label:CENTURY MEDIA
Jahr:2026
Running Time:58:36
Kategorie: Neuerscheinung
 

Wie immer hat es mal wieder mehrere Jahre gebraucht, bis die Urväter des norwegischen Black Metal sich mal wieder zu einem neuen Album entschlossen haben. Aber die Wartezeit wird mit einer amtlichen Spielzeit belohnt und nach einem üblicherweise unheilvoll anmutenden Intro trommelt Hellhammer wie der Teufel selbst Doublebass-Gewitter ab, die aber auch von atmosphärischen Parts beruhigt werden. Trotz berstender Gitarren geht es bei Songs wie „Weep For Nothing“ abwechslungsreich zu, aber man lässt die brutale Urgewalt nicht außen vor. Für normale Gemüter wird dieser Release noch immer zu hart sein, aber der Fan wird es lieben, wenngleich es auch moderner und gut produziert klingt, was jedoch bereits die jüngsten Vorgängerwerke andeuteten.

Stilistisch passt man schon gut mit den Labelkollegen Marduk zusammen, mit denen man in diesem Jahr einige Gigs spielen wird. Etwas getragener beginnt zumindest anfänglich „Funeral Of Existence“, das mich ein wenig an den melodiösen Stil von Bands wie Dissection erinnert. Schon vierzig Jahre hat die Band auf dem Buckel und im letzten Jahr wurden u.a. China und Nepal bespielt. Seit dem „Lords Of Chaos“-Film gibt es auch wieder jüngeres Publikum, das sich den Klassikern annimmt. Am Ende von „The Sentence Of Absolution“ taucht sogar mal natives, rituelles Drumming auf und das Stück geht krasse 7:29 Minuten. Mit „Live Is A Corpse…“ werden sie sogar schon avantgardistisch.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: David Ivanov


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