MEGADETH - SAME

| Label: | BLKIIBLK |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 47:13 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Da ist es also nun, das finale Megadeth Album. Einfach auch nur „Megadeth“ benannt. Und eins vorneweg, das beste Werk von Dave Mustaine ist es nicht. Aber auch kein schlechtes. Gute Kost zwischen Thrash und klassischem Heavy Metal, wie man es bei zeitgenössischen Megadeth eben seit längerem kennt. Mister Mustaine ist definitiv gut bei Stimme, intoniert die zehn Songs plus Bonustrack mit seiner gewohnt markant giftigen Stimme und auch musikalisch ist alles erstklassig inszeniert. Die Riffs hauen gut rein, Dave und Teemu Mantysaari ergänzen sich hervorragend und auch im Bereich der Soli, die von geradlinig bis quirlig vieles anbieten, kann man von oberem Regal sprechen. Dazu Basser James LoMenzo und Drummer Dirk Verbeuren als Basis…es gibt Schlechteres. Die Tunes, wie gesagt, liefern viel Megadeth Spirit. Auch von einst, wie beispielsweise „Hey God!“, das von der Art her so ein wenig das „Symphony Of Destruction“ des neuen Releases darstellt.
Der Opener „Tipping Point“ setzt zunächst auf alten, rauen und biestigen Charme mit leicht punkiger Note, wie man es von der Megadeth-Frühzeit her kennt. Der Rest ist Schaulaufen durch die musikalische Geschichte, mit klassischen Stücken wie „I Don’t Care“, „Made To Kill“ oder „I Am War“, die äußerst nahe am reinen Thrash Metal agieren. „Let There Be Shred“ ruft dem Namen entsprechend tatsächlich amtliches Gitarren-Geschredder hervor, der Meister zeigt hier seine ganze Klasse. Bei „The Last Note“, dem letzten Stück der langen Megadeth-Geschichte, beginnt der Faden zunächst ruhig, setzt gewohnte Akzente fort und klingt ein wenig melancholisch aus. Einem Finale Megadeth´s schon irgendwie würdig und rührselig.
Mit „Ride The Lightning“, das Dave Mustaine seinerzeit mit den Metallica Jungs zusammen geschrieben hat, haut man noch einen Cover-Bonustrack raus. Klar, Dave will damit zeigen, dass er damals anfangs bei den späteren Megasellern dabei war. Ob es diese Version nun gebraucht hätte, bleibt zu diskutieren. Fakt ist, Dave Mustaine ist mit „Megadeth“ ein reifes Abschlußwerk gelungen, das absolut überzeugen kann, die ganz große Klasse vergangener Tage aber wohlweislich nicht erreicht. Man ist nun also am Ende angekommen, ob es irgendwann mal ein Comeback gibt? Man weiß es nicht, aber auszuschließen ist natürlich nichts. So far, so good…thanks Dave.
Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers











































