THE HAUNT, HIMALAYAS

Köln, MTC, 13.03.2026

thehaunt live2026 6Freitag der dreizehnte und Dauerregen, ideale Voraussetzung um in einen schummrigen Club zu fahren und die Seele mit etwas Rock ’n’ Roll aufzuhellen. So geht es ins MTC nach Köln um eine Band zu sehen, die mich bereits im letzten Jahr aus den Schuhen gehauen hat. Ich bin gespannt, wie die Show diesmal sein wird. Vor dem Eingang tummeln sich schon eine ganze Schar Leute, die alle versuchen unter der schmalen Überdachung einen trockenen Platz zu bekommen. Wie man unschwer hört, läuft in der Kelleretage aber noch der Soundcheck und es wird erst zur offiziellen Einlass Zeit die Tür geöffnet. Und dann füllt sich die Venue auch blitzschnell.

 

 

himalayas live2026Sehr zeitig beginnen die Himalayas, eine walisische Rockgruppe aus Cardiff, Wales, die 2015 gegründet wurde. Die Gruppe besteht derzeit aus Mike Griffiths an der Leadgitarre, Joe Williams am Gesang und der Rhythmusgitarre, Louis Heaps am Bass und James Goulbourn am Schlagzeug. Sie durften schon die Foo Fighters und die Manic Street Preachers supporten. Die Jungs spielen straighten Rock mit viel Druck, kein Metal eher Alternative Rock würde ich jetzt mal sagen. Es geht auf jeden Fall gut ab und die Zuschauer feiern die Band ebenfalls, das sind keine neugewonnenen Fans, nein man sieht wie sie textsicher mitsingen. Also kennt man die Songs oder begleitet die Tour, ob nun als Fan vom Headliner oder dem Support. So heizt man das Publikum schon mal schön an. Etwas überrascht höre ich auf einmal eine mir sehr vertraute Melodie, die mich an meine Teenager Zeiten erinnert, aber die Jungs von Himalayas bauen beim Titel "Thank God I'm Not You" regelmäßig live ein Snipet vom Kiss Klassiker "I Was Made for Lovin' You" ein. Beim vorletzten Song kommt dann auch Anastasia von The Haunt mit auf die Bühne und sie singt mit Joe zusammen. Ob das zum regulären Programm gehört oder ob es eine Einlage zum letzten Gig auf dieser Tour ist, weiß ich allerdings nicht. Zum Abschluß gibt es dann bei „From Hell To Here“ noch ein Snipet von Coolio's "Gangsta's Paradise". So oder so ein gelungener Support!

Setlist: Cave Paintings, Surrender, Leave This Place, Thank God I'm Not You, Somebody Else, Afterlife, Ecstasy, Nothing Higher, What If…?, From Hell to Here

 

 

thehaunt live2026 5Nun wird schnell ab und umgebaut und dann ertönt auch schon das Intro für The Haunt aus Fort Lauderdale in Florida. Im Grunde könnte ich jetzt den Live Bericht von der Show am 21.06.2025, ebenfalls hier im MTC, einfach rüber kopieren. Vielleicht mit dem Vermerk, dass man noch eine Schüppe mehr Kohlen ins Feuer geworfen hat, um die unbändige Energie noch weiter zu steigern. Ich dachte nicht das es möglich ist, aber die Geschwister Anastasia und Maxamillion Haunt, schaffen das mit Leichtigkeit. Wie auch schon beim letzten Mal, hat die Truppe etwas mehr an Beleuchtung mitgebracht, die aber dieses Mal leider nicht so intensiv eingesetzt wird. Zudem sind Anastasias Haare mittlerweile rot gefärbt, nicht mehr blond wie noch vor einem Jahr. thehaunt live2026 4Dafür geht jetzt so richtig die Luzie ab, ruck zuck bildet sich ein großer Moshpit im Saal, der auch von Maxamillion immer wieder angefeuert wird. Und die zarte Schwester singt und fegt ohne Pause über die Bühne.Mal liegt sie auf dem als Riser umfunktionierten Flight Case, mal liegt sie auf dem Bühnenboden oder springt wild tanzend zwischen ihrem Bruder, Schlagzeuger Joey Castro und dem Bassisten Jake Truman hin und her. Ein Heidenspaß fürwahr! Zwischendurch tauschen Maxamillion und Jake mal eben die Instrumente und zeigen das man flexibel ist. Die Hitze im Saal erreicht Spitzenwerte und aus dem Klimagerät ergießen sich bereits Sturzbäche, aber das juckt das Mädel auf der Bühne in keinster Weise.thehaunt live2026 7 Wo manche wahrscheinlich schon ein Sauerstoffzelt benötigen würden, gibt Madame abermals Vollgas. Das Publikum tobt sich richtig aus und dann starten Maxamillion und Jake noch einen Ausflug in die brodelnde Masse hinein. Ob man will oder nicht, diese Live Aktion reißt einen einfach mit in den Strudel, es gibt kein Entkommen. Seitens der Setlist hat sich ebenfalls nicht viel geändert seit dem letzten Mal, es sind lediglich zwei Songs mehr geworden. Somit ist auch der Zugaben Song gleichgeblieben, und mit “Masochistic Lover“ geht dann die letzte Show der Tour hier endgültig zu Ende. Ein Abend um pures Adrenalin zu tanken! Und während die anderen noch mit Abbauen beschäftigt sind, steht Anastasia bereits am Merchandise Stand und erfüllt die Wünsche der Fans nach Autogrammen und Fotos. 

Setlist: Bad Omen, Morally Incompetent, Blood Red Heart, I'm Not Yours, Overdose, Make Me King, Little Like Hell, Teeth, Hook Line & Sinker, Nervous Wreck, Claws, OK, Dead 2 Me, Worst In Me, Own Me, Cigarettes & Feelings, Ghost, New Addiction, Going Under, Alone On Ur Planet, Wish You Stayed, Masochistic Lovers

 

 

 



Autor: Pistol Schmidt - Pics: Pistol Schmidt/Andrea Schmidt