HERIOT - DEVOURED BY THE MOUTH OF HELL (DELUXE EDITION)

| Label: | CENTURY MEDIA |
| Jahr: | 2026/2024 |
| Running Time: | 34:03 |
| Kategorie: |
Re-Release |
Das eigentliche Debütalbum der britischen Metalcore Band ist bereits aus dem Jahre 2024, im Februar 2026 wurde es aber erneut als Deluxe-Edition mit den Singles „Commander Of Pain“ und „Master Of Deceit“veröffentlicht. Musik macht die Krach Kapelle bereits seit 2015 wobei die Sängerin Debbie Gough erst 2019 dazu kam und das Bild mit ihrem Höllenorgan infernalisch abrundete. Die meisten Quellen bezeichnen Heriot zwar stumpf als Metalcore, das wird dem komplexen Lärm der Swindoner Schreihälse aber nicht wirklich gerecht. Der Gesang wird sich geteilt und zwar gibt es hier anscheinend keinen alleinigen Fronter da Gitarristin Debbie und Bassist Jake Packer beide recht gleichwertig Instrumente und Mikrofone in Beschlag nehmen und diese durch ihr wahnwitziges Screamen und Growlen ordentlich im Wert senken.
Was soll ich sagen? Als Schreiberling und Mensch, der die Musik zu bewerten hat, muss ich natürlich sagen, dass handwerklich alles richtig gemacht wird. Jedes Riff und jeder Break sitzt, die Drums und der Bass sind in guten Händen und alles klingt hochprofessionell. Der Song „Lashed“ aber hat einen so starken Industrial Vibe, dass ich hier direkt Punkte abziehen muss. Ich schätze es wenn der Sound stringent ist und das wird hier immer mal wieder aus der Hand gegeben und dazu muss ich sagen das ich sobald etwas für mich zu künstlich klingt (Beats oder jegliche Ansätze eines 90er Jahre Industrial Sounds) sinkt für mich die Lust auf den nächsten Track immens.
Auch finde ich die Screams von Debbie nach der Hälfte des Releases schon extrem anstrengend. Etwas weniger Druck und etwas zwingendere Melodien hätten der Veröffentlichung gut getan und den „Wieder-hör Wert“ enorm gesteigert. So bleibt ein handwerklich gutes Opus, das ich mir wahrscheinlich nicht nochmal anhören werde und das trotz der gutklassigen und melodischen Nummer „Visage“. Wer mich acht Songs warten lässt, bis ich das Gefühl bekomme, ich höre mir hier keinen halbstündigen Wutanfall an, der hat mich leider bereits verloren.
Note: 6 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter











































