MONSTROSITY - IMPERIAL DOOM


Label:NUCLEAR BLAST
Jahr:1992
Running Time:35:10
Kategorie: Classics
 

Monstrosity aus Florida zählen zu den Pionieren des US Death Metal. Sie sind bis heute in wechselnden Besetzung aktiv gewesen. Ihr Debüt „Imperial Doom“ ist eines meiner absoluten Death Metal-Favoriten überhaupt. 1996 wurde mir das Dingen auf Kassette überspielt, und es hat mich einfach weggeblasen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Ganz im Gegenteil: Ich bin heute noch beeindruckt, wie sehr die Amis damals schon ihrer Zeit voraus waren! Auf dem Debüt hat noch George „Corpsegrinder“ Fischer gesungen, der 1996 zu Cannibal Corpse wechselte (wo er bis heute ist!). Somit sind Musik und Growlgesang hier natürlich nicht unähnlich. Monstrosity beeindruckten aber damals schon mit geilen Taktwechseln und Breaks. Schlagzeuger Lee Harrison, der als einziger seit der Gründung 1990 permanentes Mitglied der Band war, hatte viele gute, innovative Ideen und probierte alles aus, um jede Lücke zu füllen. Dabei betonte er alle Anschläge der Gitarristen mit, verlängerte Übergänge mit Tomläufen, arbeitete viel mit Beckenbetonungen, ließ sich selbst dabei viel Freiraum und tobte sich richtig aus.

Ähnlich wie bei den Frühwerken von Deicide oder Morbid Angel, würde man heute wahrscheinlich nachträglich am PC alles Mögliche gerade ziehen. Aber genau das ist es, was dieses Album ausmacht. Es ist nie aus dem Timing, aber es klingt eben auch nicht steril oder programmiert, weil man auf das heute so beliebte Triggern verzichtet hat. Das Zusammenspiel der Band ist jahrelang erprobt. Alles rollt und pulsiert förmlich! Obwohl hier viel passiert, bleibt die Mucke aber dennoch immer geradlinig, kompromisslos und brutal. Corpsegrinders Gesang klingt hier auch noch viel böser als alles, was er später gemacht hat. Dieses Meisterwerk wurde hörbar von Meister Jim Morris in seinem Morrisound Studio zusammengezimmert, der damals mit allen großen US Death Metal-Bands (Cannibal Corpse, Deicide, Morbid Angel, Death etc.) zusammengearbeitet hat. All diese Bands gelten auch als passende Vergleiche für Monstrosity. Das epische Artwork weiß genauso zu begeistern wie die Musik und die Produktion. Wer US Death Metal der Neunziger liebt, der muss dieses Album besitzen! Ohne Ausreden! Alles andere als die Höchstnote wäre hier eine Frechheit!


Tracklist:
Side A:
Imperial Doom (4:12)
Definitive Inquisition (4:10)
Ceremonial Void (3:59)
Immense Malignancy (3:41)
Vicious Mental Thirst (4:18)

Side B:
Burden Of Evil (3:23)
Horror Infinity (4:55)
Final Cremation (3:23)
Darkest Dream (3:09)

Line-Up:
George “Corpsegrinder“ Fisher – Vocals
Jon Rubin – Guitar
Mark van Erp – Bass
Lee Harrison - Drums

Note: 10 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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