GODSNAKE - INHALE THE NOISE

| Label: | MASSACRE |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 47:19 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Godsnake aus Hamburg werden als Melodic Thrash Metal Band bezeichnet und sie haben bisher zwei Alben zustande gebracht. Jetzt folgt mit „Inhale The Noise“ das dritte Werk und ja, es wird tatsächlich eine gesunde Mischung aus Thrash und melodischem (Power)-Metal geboten. Ein wenig fallen mir hier Angel Dust ein, so ab Ende der 90er Jahre. Wenn man einen Vergleich ziehen möchte. Das Quartett aus dem Norden legt zehn Songs auf das Parkett, die in Summe dem Thrash Fan eine Spur zu melodisch sein dürften. Aber genau das sind die Stärken von Godsnake. Der Einstieg mit „Scream For A Bullet“, „Lost & Forgotten“ sowie „Inhale The Noise“ ist aber zunächst mehr in Thrash verwurzelt. Zwar setzt man hier und da auch schon auf eingängige ,mehrstimmige Refrains, die Basis zeugt aber von harten Riffs und teils harschen Vocals von Sänger Torger. Alles prima gespielt, aber eher austauschbar. Die Wirkungstreffer folgen somit erst ab „Enemy Of Great“, einer Nummer, die mit langsamer Klampfe beginnt, tolle Twin Gitarren Leads auffährt und mittels Cleangesang, aber auch Dynamik zur feinen Power-Ballade auftrumpft.
Jetzt legen Godsnake ordentlich vor und holen mit wuchtigen Drums, steigender Dramatik und giftigem Refrain bei „Rotten To The Core“ zum Rundumschlag aus. „Place To Call Home“ mischt schnelle Riffs mit Midtempo Melodik, kanalisiert aber dann in wuchtige Drums und heftiges Riffing. Straight und pfeilschnell schießt „Digital Dumbass“ aus der Hüfte. Bevor es bei „Fear Is The Key“ langsam und sphärisch wird, tiefer gestimmte Six-Strings ertönen und melodischer Cleangesang die Szenerie inklusive eingängigem Refrain prägt. Auch „Creator Of Shame“ operiert trotz Thrash Würze mehr im Midtempo Metal, fährt dann einen hardrockigen Part auf und glänzt mit feinem Gitarrensolo. Ach ja, neben Hauptgitarrist Stevo hat auch Jean Bormann von Rage bei drei Songs als Gast mit in die Saiten gegriffen.
Mit Stakkato Riffs und erneut eher gemäßigtem Vocals beschließt „The Price We Have To Pay“ das Album. Garniert mit treibenden Schlagzeug und vielschichtigen Power-Metal Vibes. Nein, Godsnake kann man wahrlich nicht als reine Thrash Metal Formation bezeichnen. Tatsächlich agieren die Jungs häufig im Bereich des reinen Heavy-beziehungsweise. Power-Metal. Aber in meinen Augen liegen hier die güldenen Momente des Acts, während die Thrash-Elemente weniger prägnant rüberkommen. Die Mischung funktioniert aber dennoch sehr gut und oben erwähnte Angel Dust könnten die Hamburger evtl. kennen. „Inhale The Noise“ ist ein Release, das die Steine jetzt nicht komplett herumdreht, aber gut produziert und kompetent gezockt durchaus seine Reize offenbart.
Note: 7.5 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers











































