CAVE - ...INTO THE PROMISED LAND


Label:METALAPOLIS
Jahr:2026
Running Time:49:00
Kategorie: Neuerscheinung
 

Es gab so einige Veränderungen im Hause Cave. Vor allem wohl die Trennung von Ronny Munroe, geschuldet der logistischen Probleme mit dem US-Sänger. Die Trennung fiel nicht leicht. Aber auch sonst ist der eine oder andere Besetzungswechsel zu vermelden. Nach etwas mehr als zwei Jahren ist die Band aus dem Baden-Württembergischen Ludwigsburg zurück mit ihrem zweiten Album „… Into The Promised Land“. Das Debütwerk „Out Of The Cave“ hatte mir sehr gut gefallen. Es stellt sich nun die Frage, welche Auswirkungen die Besetzungswechsel auf das neue Werk haben. Harte Gitarren-Riffs leiten „Ghost In The Mirror“ ein. Diese bestimmen auch später. Trotz der Härte ist dieser Song melodisch. Der Gesang von Tommy Laasch nimmt die Härte auf und besteht mühelos gegen die laute Instrumental-Abteilung. Die Hymne „Rise!“ dagegen ist etwas ruhiger mit ausgeprägten cleanen Klampfen. Piano-Klänge sind zunächst bei „This Is Us“ zu hören. Dann setzten sich jedoch die Äxte durch. Eine kräftige Bass-Grundlage untermalt die Melodie-Bögen. „Time Riders“ wird durch einige Synthesizer eingeleitet. Dann stampfen die Riffs ruhigen voran.

Starke Six-String-Läufe dominieren die Midtempo-Hymne „Power Of Rock“. Dazu gibt es einen Refrain, den die Fans live ganz sicher laut mitsingen werden. Der mit siebeneinhalb Minuten längste Track „Your Light Shines On“ wird zunächst orchestral eingeleitet. In Form eines Steigerungslaufes steigen die anderen Instrumente ein. Ein großer Spannungsbogen wird aufgebaut. Erneut beweisen Cave ein feines Händchen für schöne, eingängige Melodien, die jedoch nie kitschig wirken. „Promised Land“ ist wohl das Härteste, was der Fan auf diesem Album zu hören bekommt. Die Gitarren galoppieren, angetrieben vom schnellen Schlagzeugspiel. Die Emotionen schlagen hoch bei der Piano-Ballade „Through Every Storm“. Erst ab der Mitte setzen Drumkit und Gitarren ruhig ein. Herzerweichend schön! Auch „New Horizons“ startet zunächst ruhig. Aber das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Bei dieser großen Power Metal Hymne sorgen dann Schlagzeug und Gitarren für eine amtliche Härte.

Wer sich die CD kauft, bekommt mit „Obsession“ noch einen kleinen Bonus. Und dieser hat es noch einmal in sich. Der ehemalige Sänger Ronny Munroe hat diesen eingesungen. Druckvolles Schlagzeug, schnelle Gitarren, und ein kratzig klingender Gesang sorgen für einen harten Ausklang. „… Into The Promised Land“ ist ein würdiger Nachfolger. Sänger Tommy Laasch macht einen guten Job. Harte Rock-Songs, großartige Metal Hymnen und eine wunderschöne Ballade sorgen für viel Abwechslung. Lediglich das Platten-Cover gefällt mir nicht so recht und sorgt somit für einen leichten Punktabzug.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber


zurück zur Übersicht