VANDOR - THE EMBER EYE PART II: THE PORTAL OF TRUTH


Label:DRAGONFORGED
Jahr:2026
Running Time:55:08
Kategorie: Neuerscheinung
 

Der Titel sorgt erst einmal für ein wenig Verwirrung. Der Zusatz „Part II“ legt natürlich nahe, dass es vorher auch einen Part I gegeben haben müsste, was allerdings nicht der Fall ist. Muss man nicht unbedingt verstehen, ist aber letztlich auch egal, da es sich wohl eh nicht um ein geschlossenes Konzept handelt. Zumindest ist das nicht wirklich ersichtlich. Die Schweden liefern auch auf ihrem dritten Langdreher Power Metal ab, der manchmal ein wenig klischeehaft klingt, aber grundsolide um die Ecke kommt. Die üblichen Zutaten wie flottes Gitarrenriffing , hoher und kraftvoller Gesang sowie galoppierende Double Bass Attacken sind ebenso reichlich vorhanden wie bombastische Chöre und Keyboardteppiche.

Dabei sind ein paar eingängige Hits entstanden, wie zum Beispiel „Why Do I Remember Me?“ oder „Last One Of My Kind“. Innovation sucht man hier vergebens, was aber auch nicht schlimm ist. Allerdings wird die Scheibe auf Dauer ein wenig eintönig, da sich die einzelnen Songs in Bezug auf Tempo und Stimmung doch recht ähnlich sind. Für Abwechslung muss der Hörer dann auch bis zum Ende der Scheibe warten bis die Ballade „Storm In My Heart“ auftaucht. Danach gibt es allerdings noch die Bonustracks. „Never Will I Ever“ fügt sich dabei unauffällig in das restliche Material ein.

Aus dem Rahmen fallen jedoch die beiden anderen Tunes, die es exklusiv in der CD-Version gibt. „The Tragicomic Tale Of The Downfall Of The Man That Cane To Be The Unhinged Shadow” erstaunt nicht nur wegen des ellenlangen Titels sondern auch damit, dass das Teil mit akustischen Gitarren und Sprechgesang stark an Tenacious D erinnert. Über die gruselige Euro-Pop-Version von „Portal Of Truth“ breite ich lieber den Mantel des Schweigens.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Thorsten Roggenbuck


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