YOTH IRIA - GONE WITH THE DEVIL

| Label: | METAL BLADE |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 44:39 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Es ist bekannt, dass ich immer schon eine Schwäche für griechischen Black- und Death Metal hatte. Während meine Wurzeln aber ganz klar in den Neunzigern liegen, waren Yoth Iria endlich mal ein neuer Hoffnungsschimmer. Erst 2019 gegründet, können sie mittlerweile schon auf stolze drei Studioalben zurückblicken. Dass Mitbegründer The Magus (Thou Art Lord, ex-Necromantia, ex-Rotting Christ, ex-Zemial) nicht mehr dabei ist, konnte bereits auf dem Vorgänger „Blazing Inferno“ (2024) verkraftet werden. Und die Horde geht ihren Weg unbeirrt weiter. Es gibt eigentlich typisch hellenischen, atmosphärischen Black Metal mit Gothic-Elementen und bombastischen Soundtrack-ähnlichen Arrangements. Dabei ist der Gesang fast immer räudig. Ein paar melodische Passagen, wie im Refrain von „Woven Spells Of A Demon“, gibt es aber dennoch.
Oft fühle ich mich an die letzten Releases von Rotting Christ erinnert, was sicherlich kein Zufall ist, auch wenn Gründer und Bassist Jim Mutilator schon seit 1996 nicht mehr dort aktiv ist und die Band damals auch noch gar nicht so klang wie heute. Yoth Iria erfinden sich erneut selbst. Sie haben den obligatorischen Griechen-Sound, alles klingt sofort vertraut. Dennoch wiederholen sie sich nicht, sondern entwickeln sich stetig weiter. Zum Beispiel ist der Chorgesang bei „The Blind Eye Of Antichrist“ ein Novum, das für einen gekonnten Aha-Effekt sorgt. Das Album kommt wie aus einem Guss, bleibt über die gesamte Länge hin interessant und überzeugt mit Dramaturgie und Epik sowie einer fetten und transparenten Produktion. Sicherlich jetzt schon ein Highlight des Jahres!
Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller











































