STARFIGHTERS - SAME


Label:JIVE
Jahr:1981
Running Time:41:02
Kategorie: Classics
 

Dass Birmingham gut für Heavy Metal ist, ist allgemein bekannt. Aus dieser Stadt kam auch die New Wave Of British Heavy Metal-Band Starfighters, die sich unter dem Namen Savage gegründet hatten und sich später umbenannten; vermutlich wegen der gleichnamigen Band, die ebenfalls dem Genre zuzuordnen war und etwas größer war. Starfighters waren vom Glück nie sonderlich verfolgt, obwohl alle Voraussetzungen da waren. So tourten sie gemeinsam mit der Michael Schenker Group, Trust und Ozzy Osbourne. Zudem spielte dort Angus Youngs Neffe Stevie Young. Gitarrist Rik Sandford und Schlagzeuger Jamie Hawkins spielten später (wenn auch nicht zeitgleich) bei UFO, Bassist Steve Redvers sogar kurzeitig bei Black Sabbath. Dennoch wurden sie nie groß. 1981 erschien ihr selbstbetieteltes Debüt, um das es hier geht. Ein Jahr später folgte das zweite und letzte Album „In-Flight Movie“. 1984 lösten sie sich schon wieder auf. Ein kurzes Revival gab es von 1987 bis 1989, wobei die Band nichts mehr zustande bekam. Aber beide Alben sind toll!

Natürlich gibt es bei Starfighters eine Ähnlichkeit zu AC/DC, aber sie waren deutlich abwechslungsreicher als die Australier. Die Gitarren klangen deutlich dreckiger und rotziger, die Soli gefühlvoller. Gepaart wird alles mit einem Schuss Boogie. Es gibt aber auch ein paar Southern Rock-Anleihen, wie das hymnische „Help Me“. Oder auch „Silver Lady“. Auf dem zweiten Album kamen diese Einflüsse aber noch stärker zum Vorschein. Die Phrasierung des Gesangs lässt mich manchmal an den jungen Biff Byford (Saxon) denken. Zudem gibt es coole Gangshouts in den Refrains, die etwas Punkiges an sich haben und gehörig Arsch treten. Das Album wurde von keinem Geringeren als Tony Platt (unter anderem AC/DC, Mott The Hoople, Tyla Gang, Trust, Foreigner, Boomtown Rats) schön roh und bodenständig produziert. Wer sich eine Kreuzung aus AC/DC, Rose Tattoo, More, Status Quo und Blackfoot vorstellen kann, der sollte sich beide in Vergessenheit geratenene LPs der Band in das heimische Regal stellen.

Tracklist:
Side One:
Alley Cat Blues (3:48)
Devil´s Driving (3:16)
Don´t Touch Me (3:10)
Eyes Tellin´ You (3:33)
Help Me (5:16)

Side Two:
Power Crazy (2:52)
Silver Lady (4:07)
Trigger Happy (5:14)
Night After Night (4:40)
Killing Time (5:06)

Line-Up:
Steve Burton – Vocals
Stevie Young – Rhythm Guitar
Pat Hambly – Lead Guitar
Doug Dennis – Bass
Steve Bailey - Drums

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


zurück zur Übersicht