Wenn die Tochter des großartigen Dave Grohl (ex Scream, ex Nirvana, ex Queens of the Stone Age, ex Killing Joke, ex Them Crooked Vultures, Foo Fighters) in Köln spielt, sollte man sich das mal anschauen. Zumal es nur zwei Shows in Deutschland gab, in Köln und Berlin. Natürlich war schon längst ausverkauft und ich glaube, man hätte auch spielend eine größere Location, wie zum Beispiel die Kantine in Köln, füllen können. Nun gut, das entscheidet letztlich das Management und man ist heutzutage ja nicht mehr so risikofreudig.
Als Support spielen heute Maia and the Squires auf, eine 2024 gegründete Alternative-Rock-Band aus Berlin. Das Besondere an der Truppe ist die internationale Besetzung, mit Phan Anh (aus Hanoi, Vietnam, und Ulysse Zimmer (aus Vaux, Frankreich) an der Gitarre, Merlin Ricco Laudien (aus Buxtehude, Deutschland) am Schlagzeug sowie Paula Fot (aus Gdynia, Polen am Bass) und die Namensgeberin Maia Luker (aus Buenos Aires, Argentinien) an Gesang und Gitarre. Die Basis der Band ist in Berlin, wo sie auch regelmäßig auftreten. Zu Beginn spielen sie sehr sanft und verträumt, was sich aber im Laufe der halben Stunde Zeit, die man ihnen zugestanden hat, dann deutlich steigert. Irgendwo zwischen Shoegaze, Alternative Rock der 90er Jahre, Grunge und Indie Rock bewegen sich die Songs und die kräftigeren Nummern machen richtig Spaß. Mit „Barro“ gibt es dann ein in Spanisch gesungenes Lied, als Reminiszenz and die argentinische Herkunft von Maia. Das Publikum findet dabei merkbar Gefallen an der Performance, da auch die Musiker sichtlich Spaß an ihrer Show haben. Eine Band, die man sich mal merken sollte. Nach der Show trifft man die Musiker am Merchandise, wo sie sehr zuvorkommend auf die Fans eingehen.
Setlist: Long Gone, 451, Spaghetti For Breakfast, Playground, Barro, The Greatest
Nun wird umgebaut und Platz auf der Bühne geschafft, dann entern Violet Grohl und ihre Musiker das Terrain. Ihre Live Band setzt sich zusammen aus Bassistin Ainjel Emme, Salar Rajabnik und Tim Gray an den Gitarren sowie Schlagzeuger und Produzent Anthony Lopez. Lopez hat schon ein beeindruckendes Portfolio an Produktionen, wie Kim Gordon (Sonic Youth) oder Charlie XCX. Die Stimmung ist trotz der Hitze im Club sehr gut, dann und wann kommt sogar mal ein kühler Hauch aus der Belüftung. Ich denke die Fans wollen einfach hören, wie Violet ihren ganz eigenen Sound live zum Leben erweckt. Ihre Stimme hat dieses rohe, dunkle Timbre, das einen in den Bann zieht. Musikalisch ist es allererste Sahne, allerdings fehlt mir leider etwas Bühnen Aktion. Da passiert so rein gar nichts, mit Ausnahme von Schlagzeuger Anthony der wie Animal aus der Muppet Show hinter seinen Kesseln eskaliert. Bassistin Ainjel bedient zwischen durch auch mal den Synthesizer, oder ist es ein Keyboard.
In der nebligen Umgebung kann ich das nicht so recht erkennen. Jedenfalls kommt seitens der Musiker deutlich mehr Bewegung ins Spiel als bei Miss Grohl, die ganz versunken am Mikrofon steht und ihre Songs intoniert. Selbst bei knackigen Tunes wie „Thum“ passiert außer gelegentlichem Kopf drehen und ein Blick zu ihren Mitstreitern nichts. Dafür lächelt sie nett und bedankt sich artig bei den Zuschauern. Nun ist das Motto der Tour ja „Be Sweet To Me“, und wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus. Nach einer dreiviertel Stunde ist dann aber auch schon Schluss und Violet verschwindet mit ihrer Band hinter der Bühne, während ein minutenlanges Feedback durch den Saal dröhnt. Okay sie hat erst ein Album veröffentlicht, aber ich hatte ja zumindest erwartet, dass sie vielleicht einen Hit der Foo Fighters spielt, aber dem war leider nicht so.
Setlist: Stimulant Breakfast, Cool Buzz, Thum, Last Day I Loved You, Big Memory, Bug In The Cake, Pool Of My Dreams, Sad Tomorrow, Applefish, Sun Is Blind, 595, Often Others, Plastic Couch











































