MOONSPELL - FAR FROM GOD

| Label: | NAPALM |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 42:22 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Fünf Jahre – so lange musste man bislang noch nie auf ein neues Album der portugiesischen Gothic Metal-Pioniere Moonspell warten. Ob sich das Warten gelohnt hat? Leider nur bedingt. Ich bin seit dem Debüt-Album Fan der Band und besitze auch alle ihre Alben. Natürlich erwarte ich nicht, dass Moonspell noch einmal so ein Meisterwerk wie „Wolfheart“ (1995) oder „Irreligious“ (1996) raushauen. Dennoch fand ich viele Alben nach der Jahrtausendwende, wie „Darkness And Hope“ (2001), „The Antidote“ (2003) und vor allem „1755“ (2017), auch noch herausragend! Ich bin ziemlich überrascht, wie unmetallisch „Far From God“ geworden ist. Man hat das Gefühl, einem normalen Gothic Rock-Album zu lauschen. Es geht eher in Richtung The Sisters Of Mercy und mittlere Paradise Lost („One Second“, „Host“ und „Believe In Nothing“). Im Mittelteil des vierten Songs „The Great Wolf In The Sky“, das von traurigen Violinenklängen begleitet wird, singt Fernando Ribeiro erstmals aggressiv, wie man es von früher kennt.
Ansonsten klingt er eher wie der melodische Nick Holmes. Was mir wiederum gut gefällt, ist die schaurige Atmosphäre, die das Keyboard vermittelt, auch wenn ich das Gefühl habe, dass das Tasteninstrument den Gitarren insgesamt zu viel Raum nimmt. Wie gesagt: Es ist alles eher Gothic als Metal. Erst zum Schluss des Albums zieht man die Portugiesen etwas an. So punkten sie bei „Our Freedom To Fall“ mit einem drückenden Riff. Und auch der Abschlusstrack „Reconquista“ reißt noch mit. Mit nur acht Songs wirkt das Album ziemlich kurz. Trotzdem hat das Album so seine Längen, weil es einfach so dahin plätschert, zwar nicht so, dass es nervt, aber leider auch ohne herausragende Höhepunkte (bis auf die wenigen, die ich gerade angesprochen hatte). Durch die glatte Produktion geht der Druck der Klampfen irgendwie verloren. Keine Ahnung, ob das Album mir mehrmaligem Hören wächst. Schade, da war mehr drin, vor allem nach so langer Wartezeit...
Note: 6.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller











































