REBEL ROSE - IN THE DARK SHE GROWS


Label:SELBSTVERTRIEB
Jahr:2026
Running Time:39:33
Kategorie: Eigenproduktion
 

Sie hatte sich entschlossen, ihre eigene musikalische Sprache zu schaffen. Während der Aufnahmen zum ersten Release traf sie Gitarrist Dario Michielini (ex-Megawatt, ex-Fallout) und Schlagzeuger Stefan Häberli (Comaniac). Die Chemie zwischen den Dreien stimmte sofort. Später kamen dann noch Bassist Fabian Volkers und Gitarrist Sandro Vanetti dazu. So nach und nach entstand eine einzigartige Dynamik – so wurde ein kraftvoller, ehrlicher und kompromissloser Sound geschaffen, den man sich auf ihrem Debütalbum „In The Dark She Grows“ anhören kann. Es zeugt von jeder Menge Selbstbewusstsein, dass das bandbetitelte „Rebel Rose“ den Auftakt in das Werks liefert. Die rebellische Rose Sara Runco zeigt dem Hörer gleich, wo es langgeht. Ihr kraftvoller Gesang wird begleitet von harten Twin-Gitarren-Riffs und -Soli. Schlagzeuger Fabian Volkers gibt den Rhythmus vor.

Auch das rhythmische „Where The Forgotten Wait“ ist mitreißend und wird ganz klar geprägt von Saras dunklem Timbre. Erneut sorgen beide Klampfer für viel Druck. Der Refrain dürfte die Fans auf Konzerten sicherlich zum Mitsingen animieren. Während bei den Six-String-Soli die Headbanger auf ihren Kosten kommen. Hartes Schlagzeug leitet „Don´t Panic!“ ein. Dann sorgen Riffs für eine starke Tempo-Verschärfung. Im Anschluss entfesseln Rebel Rose das „Inner Animal“. Die Äxte klingen hart und schräg und laut. Aber Lautstärke ist kein Problem für die Sängerin. Ihr kraftvolles Organ kann da locker mithalten. Und zu den starken Gitarren-Soli muss ich wohl nicht mehr viel sagen. Entgegen dem Song-Titel „Louder Than Before“ wird die Lautstärke kaum erhöht. Ein sehr melodischer Track mit einigen „Ohohoh“-Passagen. Angetrieben von Saiten-Riffs. Danach stehen Rebel Rose so richtig „Under Fire“. Schnelle Riffs und Gitarren-Soli fachen dieses noch weiter an. Sara glänzt mit viel Vibrato bei ihren Vocals.

Ruhiges Drumming ist zu Beginn von „Follow The Moon“ hören. Die Brett-Akorde sind rhythmisch und auch die Shouterin hält sich ein wenig zurück. Aber nein, das ist keine Ballade, sondern eine Midtempo-Hymne. Mit einem grandiosen Gitarren-Solo. Diese Nummer ist für mich ganz klar das Highlight der Veröffentlichung, oder zumindest ein Highlight. Auch bei „Maiden Voyage“ werden keine neuen Geschwindigkeits-Rekorde aufgestellt. Obwohl Schlagzeug und Gitarren doch einen treibenden Rhythmus vorgeben. Erneut ist es sehr melodisch. Bei „You Can’t Escape The Wolf“ braten dann von Beginn an die Gitarren und das Drumkit peitscht voran. Davon unbeeindruckt ist der Gesang von Sara Runco zeitweise ruhiger. Der Titel „Paranoid And Self-Destroyed“ lässt so einiges in punkto Härte, Geschwindigkeit und Chaos erwarten. Härte ist vorhanden, aber der Rhythmus ist doch ein wenig schaumgebremst und erneut kombiniert mit eingängigen Melodiebögen.

„In The Dark She Grows“ ist ein sehr gutes Melodic Metal Alben. Mit Sara Runco wächst tatsächlich im Schatten heran zu eine neuen Metal Queen. Dabei wird sie unterstützt von hervorragenden Musikern, denn es eindrucksvoll gelingt ihre „Chefin“ perfekt in Szene zu setzen. Das Artwork des Silberlings gefällt mir ausnehmend gut, passt es doch perfekt zum Titel.

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber


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