CRITICAL DEFIANCE - RIVERS OF BLOOD

| Label: | DYING VICTIMS |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 31:01 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Schon das Vorgänger-Album “The Search Won´t Fall” war ein echtes Brett für alle Speed-/Thrash-Metal Fans, die den Sound auch gerne mal blackened mögen. Nun legen die Chilenen Critical Defiance mit ihrem bereits vierten Release „Rivers Of Blood“ noch etwas heftiger nach. Gab es auf dem letzten Werk noch immer mal die ein oder andere Melodie oder auch mal den Hang zum reinen Heavy Metal zu vermelden, so sind diese auf dem neuen Werk eher rar gesät. Den wahren Knüppel-aus-dem-Sack-Freund wird es freuen und so fließt viel Blut den Fluß hinunter. Zunächst lässt das verspielte Intro „Red Omen“ mit Akustikgitarre noch nicht erahnen, was folgen mag. Aber schon der Opener „Innate To Kill“ zeigt, wo es lang geht. Schnelles Riff, Raserei pur, Knüppel-Drums von Rodrigo Problete und der straight heisere Brüllgesang von Felipe Alvarado sorgen für wohlige Voll-in-die-Fresse-Momente. Dazu sorgt Gitarrist Mauricio Toledo mit frickeligem Wahnsinn für kompromisslosen Speed. Heftig, heftig.
Die ein oder andere spezielle Note bringen Critical Defiance trotzdem ins Gespräch, um nicht im Einerlei abzustumpfen. So beginnt „The Feeling Destroyer“ zunächst recht langsam und sorgt mittels kurzem Break für etwas Groove. Das „blackened“ im Sound kommt hier deutlich rüber. Beim Titelsong „Rivers Of Blood“ hört man zuerst Wasser plätschern, bevor ein Scream die Idylle zerreißt. Der Song kommt äußerst heavy und liefert stampfende Rhythmen. I-Tüpfelchen ist die Akustik-Gitarren-Sequenz zum Schluss. Das außergewöhnlichste Stück des Relases, welches etwas aus dem Rahmen fällt, ist das fast achtminütige „Valparaiso“. Einem follkigen Beginn lässt man zunächst die gewohnte Speed-Raserei folgen, der Gesang wirkt reichlich hysterisch, aber ein Break mit düster gespielten Akustik-Gitarrenklängen zieht den Beitrag in folkige Längen. Bevor das Ganze zum Schluss hin wieder an Fahrt gewinnt.
„Dead Tongues“ zeigt danach wieder die heftige, derbe Seite von Critical Defiance, inklusive wuchtigen Drums und höllischen Vibes. Ein kurzes Zwischenspiel in Form eines heavy gespielten Riffs meets akustische Gitarre („Ceremony Of The Final Call“) leitet die letzte Nummer, „Glorify War“, ein. Prägnanter Bass (Diego Tello) führt zu einem letzten Abriss-Wahnsinn. Critical Defiance haben mit „Rivers Of Blood“ nochmal einen Tacken an Heftigkeit zugelegt und bringen alles, aber mittlerweile so kompetent gezockt rüber, dass nichts stumpf oder albern klingt. Die Veröffentlichung verbrennt sämtliche Erde und ist jedem Fan derber, knüppelharter Musik im Bereich des Speed-/Thrash ans geschwärzte Herz zu legen.
Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers











































