ANTUMBRA - DAYS OF FUTURE RAVAGED LANDS

Label: | LOUD RAGE |
Jahr: | 2024 |
Running Time: | 43:09 |
Kategorie: |
Neuerscheinung |
Der Rumäne Marius Ignatescu hat sein Soloprojekt Antumbra zwar erst 2021 aus der Taufe gehoben, aber jetzt schon fünf Alben veröffentlicht. Alle Achtung! Ob die Qualität dabei flöten geht, kann ich nicht beurteilen, denn bis jetzt hatte ich noch nie etwas von Antumbra gehört. Es scheint aber nicht so zu sein, denn das Werk knallt an allen Ecken und Enden. Der gute Mann hat sich angeblich dem Atmospheric Black Metal verschrieben. Zehn Songs sind hier enthalten. Der Einzelkämpfer hat alles selbst eingespielt und eingesungen. Lediglich das Schlagzeug hat er programmiert. Allerdings klingt es schön natürlich. Ich hatte den üblichen verträumten, melancholischen Standardkram erwartet, aber Pustekuchen! Der Opener ist schnell und frostig, mit dünnen Gitarren, schnellen Gitarrenläufen und heiseren Kreischgesang. Der Rest klingt genauso. Die Produktion ist dünn und klar und verleiht dem Album so die passende, klirrende Kälte.
Melodien sind zwar hörbar da, aber doch sehr dezent gehalten; mehr wie bei einer Viking-/Pagan Metal-Band. Kitschiges Gedudel bleibt aber komplett aus. Cleane Gitarren gibt es auch nur ganz wenige. Keine Ahnung, was hieran Atmospheric Black Metal sein soll. Die Musik hat viel Tempo und treibt ohne Ende. Herr Ignatescu musiziert mit Hingabe und zeigt eine gewisse Besessenheit. Insgesamt klingt doch alles sehr Norwegisch. Ganz alte Enslaved kommen mir ganz vage in den Sinn, oder auch Burzum; je nachdem, ob das Tempo gerade treibend oder gedrosselt ist.Aber so richtig passen die Vergleiche auch nicht. Es klingt aber alles jedenfalls schön fies. Man kann beim Hören des Silberlings die verregneten, in Nebel gehüllten Felsen an der Küste förmlich vor dem geistigen Auge sehen. Alles klingt sehr vertraut, obwohl die Musik kein Plagia von irgendetwas ist. Einfach mal reinhören! Richtig geil!
Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller