CHEZ KANE - RECKLESS

| Label: | FRONTIERS |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 41:21 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Da ist sie endlich die neue, dritte komplette Scheibe der walisisch stämmigen Britin Chez Kane. Wir schreiben das Jahr 1983, eine Sängerin aus dem Jahre 2026 landet mit ihrem DeLorean in Los Angeles. Sie nimmt das ganze Feeling auf, treibt sich wochenlang auf dem Sunset Strip herum. Davon inspiriert sowie eingekleidet, fliegt sie zurück in die Gegenwart und verewigt ihre Eindrücke in Form von zehn neuen Songs. Aber Spaß beiseite. Chez Kane erstes Werk im Jahre 2021 bescherte der Sängerin den ersten Achtungserfolg und auch der Zweitling hatte es in sich. Doch was sie nun mit „Reckless“ auftischt, ist das Beste, was die Dame bisher von sich hören ließ. Dabei sollte man auf keinen Fall ihren Sidekick, Songwriter-Partner und Producer Danny Rexon (Crazy Lixx) unerwähnt lassen. Denn ohne seinen Input wäre, laut Chez‘ Aussage, alles nicht möglich gewesen. Ein Großteil der Kompositionen geht auf sein Konto. Wobei auch die Shouterin selbst gut involviert war. Kommen wir zum Liedgut. Schon im Vorfeld hatte Chez Kane vier Titel vorab ausgekoppelt, von denen drei top waren. Dazu gehört auch der Titeltrack und Album-Opener „Reckless“. Eine knackige Nummer, die man nicht oft genug hören kann.
Und tatsächlich sind die Vibes der Achtziger voll präsent. Weiter geht es mit „Personal Rock N' Roll“. Der Titel war der vierte vorab ausgekoppelte Beitrag und ist für mich eher nur Mittelklasse. Gegenüber den anderen drei Tunes verblasst diese schnelle Standard-Rock ´n‘Roll-Nummer etwas. Was nicht weiter schlimm ist, denn nun kommt mit „Night Of Passion“ das absolute Highlight der Langrille. Dieser Ohrwurm ist ein Hit vor dem Herrn und für mich einer der besten Lieder der letzten Jahre überhaupt. Das schnelle „Strip Me Down“ läuft dem A.O.R.-Junkie ebenfalls rein wie Öl. „Tongue Of Love“, ebenfalls vorab ausgekoppelt, im Stil von „Night Of Passion“, kommt klasse rüber. Bei „Love Tornado“ drückt Chez erneut ihren High Heel aufs Gaspedal und groovt vom Feinsten. Bei „Bad Girl“ dominiert ein heißes typisches Achtziger-Riff. Auch bei diesem flotten Stück zolle ich volle Punktzahl für die Britin. Street Survivor ist dann mal ein sogenannter AlbumSong. Nicht schlecht, aber garantiert nichts für das Live-Set. Neben „Personal Rock N' Roll“ einer der beiden Durschnitts-Titel. „Too Dangerous“ macht das aber dann mit einer wahnsinnigen Hookline gut.
Beim Abschluss „Bodyrock“ werden dann nochmal alle Register gezogen und eine Veröffentlichung beendet, das Chez hoffentlich den wohlverdienten Sprung in eine höhere Liga bescheren wird. Last not least, seien der gute, erdige Sound, die perfekte instrumentale Umsetzung, und die Gitarrenarbeit zu erwähnen. Insgesamt kam man dem neuen Werk „Reckless“ eine deutliche Steigerung bescheinigen. Waren die ersten beiden Werke „Chez Kane“ und „Powerzone“ nicht wirklich schlecht, fehlte doch insgesamt der etwas der letzte Kick. Chez Kane und Danny Rexon haben nun wahrhaftig ein paar Kohlen zusätzlich aufgeschippt und mehr Zähne gezeigt. Für mich das bisherige Highlight des Jahres.
Note: 9.5 von 10 Punkten
Autor: Stephan Georg











































