INCUBUS - SAME (DEMO)

| Label: | SELBSTVERTRIEB (DEMO) / GORE (EP) |
| Jahr: | 1987 |
| Running Time: | 11:27 |
| Kategorie: |
Classics |
Als Mike Browning 1986 Morbid Angel verließ, gründete er direkt das nächste Projekt Incubus (nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Death-/Thrashern, die sich später in Opprobrium umbenannten!). Sie bestanden nur bis 1987, veröffentlichten in diesem kurzen Zeitraum jedoch ein gleichnamiges Demotape, das zwei Jahre später auch als 7“ in einer Neuauflage folgte. Nach der Jahrtausendwende erschienen noch zahlreiche Wiederveröffentlichungen in allen gängigen Formaten, teilweise unter einem anderen Titel („God Died On His Knees“). Dass nur drei Songs in rumpeliger Sound-Qualität einen solch gewaltigen Einfluss auf die Death Metal-Szene haben würden, ist aus heutiger Sicht schon erstaunlich. Groß ist die Band dennoch nie geworden. Das hier ist Death Metal in seiner rohsten und ursprünglichsten Form. Die Grundausrichtung ist noch sehr thrashig, aber viel brutaler als das, was die großen Ami-Thrash-Bands spielten. Die musikalische Schnittmenge liegt irgendwo zwischen Death, Slaughter (Kanada), Slayer und Necrovore.
Die Musik ist chaotisch, auf sauberes Zusammenspiel wurde (noch) geschissen. Das Schlagzeug peitscht die Horde nach vorne. Die wilden Soli erinnern schon sehr an Morbid Angel. Incubus hatten aber auch irgendwie eine „punkige“ Grundhaltung. Das ist nicht zu überhören, denn auch Einflüsse von S.O.D., Carnivore oder D.R.I. haben sich hier eingeschlichen, als sei es das Natürlichste auf der Welt. Auch an die deutschen Poison muss ich beim Hören des Demos immer wieder denken. Ob dem Trio die deutsche Combo bekannt war, ist nicht überliefert. Nicht nur die Mucke klingt roh, wild und ungestüm, auch der völlig kranke Gesang klingt einfach abgefuckt, und das ganz bewusst. Ein paar langgezogene Schreie erinnern von der Machart her an Cronos von Venom, die Musik dagegen nicht. Die Produktion klingt schön dreckig nach Proberaum. Tragisch ist, dass von den drei hier beteiligten Musikern mittlerweile alle tot sind. Ihre Musik ist jedoch, zumindest für Death Metal-Fans, absolut unsterblich!
Tracklist:
God Died On His Knees (4:11)
Reanimator´s Mutilations (1:47)
Engulfed In Unspeakable Horrors (5:29)
Line-Up:
Sterling “Von“ Scarborough (R.I.P. 2006!) – Bass, Vocals
Gino Marino (R.I.P. 2017!) - Guitar
Mike Browning (R.I.P. 2026!) - Drums
Note: Keine Wertung
Autor: Daniel Müller











































