WHIRLWIND - 1640

| Label: | DYING VICTIMS |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 46:18 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Wenn sich eine Band Whirlwind nennt, ist es naheliegend, dass wir es mit einer Speedmetal-Kapelle zu tun haben. Oder zumindest mit einer recht schnellen Heavy Metal Formation. Und genau das ist bei den Spaniern der Fall. Ursprünglich als Studioprojekt von Gitarrist Mark Wild (Körgull The Exterminator) begonnen, ist man jetzt mit dem zweiten Album „1640“ zu einer echten Einheit gereift und nimmt den oldschooligen Metal-Faden wieder auf, den Bands wie Running Wild, Helloween, Gravestone, Heaven´s Gate et cetera in den 80er Jahren gesponnen haben und der heutzutage gerne als Teutonic Metal bezeichnet wird. Nach dem Intro setzt „Days Of Doom“ gleich auf typische Running Wild Moves, doomig ist hier mal gar nichts. Die gewaltigen Riifs von Mark, sowie die schnellen Soli von Leadgitarrist Artur Julio würden aber genauso den meisten sogenannten New Wave Of British Heavy Metal-Acts sehr gut zu Gesicht stehen.
Meiner Meinung nach setzen sich Whirlwind hier aber ganz weit ins obere Drittel ab. Liegt auch am powerlastigen Gesang von Hector Llaurado, der mit kräftigen Shouts, aber auch cleaner Power-Stimme die neun Songs adäquat veredelt. Gekrönt von eingängigen Schlachten-Refrains. Im Verlauf wird auf hohe Geschwindigkeit allerdings meist weitestgehend verzichtet und so erleben wir Midtempo-Stampfer wie „Rage Of The Conqueror“ oder „Through Fire And Blood“, die auch das ein oder andere Grave Digger-Zitat während deren Mittelalter-Phase verarbeiten. Die Basics stimmen jederzeit und so donnern „Winds Of Ash And Dust“ durch die musikalische Landschaft, setzt ein „Lese Majesty – Corpus De Sang“ wieder zum Aufgalopp an und schmettert ein „Ready To Explode“ in „Fast As A Shark“-Manier durch Accept-Speedbolzen.
Und als wäre das nicht alles genug, hauen Whirlwind mit „Marching To Victory“ dann noch einen über dreizehnminütigen Epiker raus, der feinste Visigoth, Omen und Savatage-Luft atmet. Klasse Abschluß, der die hochentwickelte Kompetenz der einzelnen Musiker famos aufzeigt. „1640“, das erneut auf historischen Themen (diesmal der dreißigjährige Krieg) fußt, lässt wohl keinen wahren Traditionsmetaller kalt. Zu stark ist die Rückbesinnung auf glorreiche Heavy Metal Tage, als Hamburg quasi die Metalhauptstadt war und man Power und Speed noch unter bestes Songwriting packte. Whirlwind muss man standfest erleben. Denn Achtung, sonst wird man weggeblasen.
Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers











































