BLOODRED - COLOURS OF PAIN


Label:MASSACRE
Jahr:2026
Running Time:43:10
Kategorie: Neuerscheinung
 

Ron Merz gründete Bloodred 2009 als Soloprojekt. Er kümmert sich auch heute noch fast im Alleingang um die Instrumentierung und den Gesang. Lediglich einen Schlagzeuger hat er an der Hand, um die Drums nicht programmieren zu müssen. Hinter den Kesseln sitzt seit 2020 niemand Geringeres als der Niederländer Joris Nijenhuis, der immerhin von 2012 bis 2025 bei Atrocity die Stöcke geschwungen hat. Somit wird er auch technisch gesehen den Ansprüchen hier gerecht. Bloodred spielt angeschwärzten Death Metal, der schön düster und stimmungsvoll daherkommt. Die Gitarrenparts sind hörbar gut gespielt. Meistens wird alles von bollernder Doublebass unterlegt. Ein paar coole Blastbeats gibt es aber auch.

Hin und wieder tauchen im Hintergrund melancholische Keyboards zur atmosphärischen Untermalung auf. Der Gesang kommt schön heiser und wütend daher. Typischen Todesmetall gibt es hier nicht. Vor allem die schnellen Riffs klingen häufig frostig und wagen sich in Black Metal-Gefilde vor. Man liegt irgendwo dazwischen, ohne sich stilistisch festzusetzen. Das schöne ist, dass man hier nicht nur beide Lager anspricht, sondern dass man auch mit Eigenständigkeit glänzt. Denn weder Vergleiche mit Atrocity (was noch logisch wäre) noch mit Amon Amarth (wie bei Metal Archives angegeben) kann ich hier bestätigen. Die Produktion ist sauber und druckvoll. Das Schlagzeug klingt schön natürlich. Eine runde Sache!

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


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