BOYTRONIC - JEWEL


Label:OBLIVION/SPV
Jahr:2017
Running Time:55:15
Kategorie: Neuerscheinung
Non Metal
 
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Boytronic gehörten in den 80er-Jahren zu den Electro-Pop-Gruppen, die ewig und drei Tage, Bands wie Depeche Mode oder Visage hinterherschlichen. Dabei gelang ihnen sogar zwei Hits, „You“ und „Diamonds And Loving Arms“. Der zweite jedoch, war nur noch ein kleines Aufbäumen, bevor man in der Versenkung verschwand. Heuer ist genauso wenig Euphorie am Start. Zumindest beim Rezensenten. Denn gleich der Opener „Time After Midnight“, ist schwer von Visage (ja, mit Steve Strange) geklaut und lehnt stark an deren Überflieger „Fade To Grey“ an. Damit kann man keinen Blumentopf gewinnen. Das folgende „The Universe“, feiert insbesondere Orchestral Manoeuvres in the Dark, kurz OMD ab und Track Nummer Drei, hat eine strake Affinität zu Tears For Fears. Die Liste der Einflüsse ist schier unendlich. Aber was hier ist Boytronic. Na zumindest der Beat, sowie die facettenreiche und wandlungsfähige Stimme von James Knights. Übrigens gibt es mit den beiden anderen Mitstreiter; Hayo Lewerenz und Ingo Hauss, bei der deutschen Formation, kein originales Gründungsmitglied mehr. Kopf Holger Wobker ist irgendwie verloren gegangen. Hayo ist da eher der Mitschöpfer der zweiten Garde der Band. Tja eigentlich war die Truppe, trotz allgemeiner Fluktuation mit mehreren Unterbrechungen am Start, konnte jedoch nicht an die ersten Erfolge anknüpfen. Das wird ihnen heuer mit dem Retro-Electro-Sound ebenfalls versagt bleiben. Fehlende Innovation und längst vergessene Klangfarben, holen heuer niemanden hinterm Ofen hervor.

Note: 6 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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