BLITZKRIEG - JUDGE NOT!


Label:MIGHTY
Jahr:2018
Running Time:57:40
Kategorie: Neuerscheinung
 
zurück  |  vor

Neulich hatte ich erst ein Review zur Wiederveröffentlichung der „Garage Days” EP von Metallica geschrieben. Eine ihrer kultigen und beliebtesten Cover-Versionen, die jedoch nicht auf dieser EP war, war „Blitzkrieg“ von Blitzkrieg. Damals mit vierzehn Jahren dachte ich natürlich, dass dieser Song von Metallica ist. Heute weiß ich das natürlich besser. Mittlerweile habe ich die New Wave Of British Heavy Metal-Legende Blitzkrieg schon häufig live gesehen und auch schon ihren Sänger Brian Boss – bis heute einziges verbliebenes Ur-Mitglied der Band – auf Festivals persönlich getroffen. „Judge Not!“ ist ihr mittlerweile zehntes, reguläres Studio-Album. Und alles klingt eigentlich so wie immer. Eigentlich! Die Riffs und die Doublebass ballern wie eh und je in bester, traditioneller Metal-Manier. Brian Ross´ melodischer, jedoch immer völlig aggressionsfreier Gesang thront hymnisch über allem und setzt der Musik von Blitzkrieg wie immer die Krone auf. Die beiden Tracks „Reign Of Fire“ und „Judge Not Lest You Yourself Be Judged“ waren schon im letzten Jahr auf der 7“ EP zu hören. Die digitale Single „Forever Is A Long Time“ ist dem Hörer ebenfalls bekannt. Dazu gesellen sich acht neue, pumpende Tracks, die eben typisch Blitzkrieg sind. Als Bonus gibt es hier den Alice Cooper-Song „School´s Out“ als Bonus, der sehr viel rockiger und entspannter ist als das restliche Material und deshalb auch etwas aus der Reihe tanzt. Alles geil also? Leider nicht ganz. Ja, ich weiß, ich nörgele in den letzten Reviews immer wieder am getriggerten Schlagzeug rum. Bei extrem brutaler Musik macht das ja auch noch irgendwo Sinn, damit das nicht in einem nervigen Sound-Brei endet? Aber bei einer alten und so melodischen Band wie Blitzkrieg ist es sowohl störend als auch völlig unnötig. Warum alte Bands heutzutage meinen, immer irgendwie zeitgemäß klingen zu müssen, bleibt mir schleierhaft. Musikalisch ist das Album aber wie immer top!

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller


zurück zur Übersicht