PETER HEPPNER - CONFESSIONS & DOUBTS


Label:RCA
Jahr:2018
Running Time:37:48
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Wer hätte das gedacht, dass Peter Heppner, nach über dreißig Jahren Karriere, zu einem meiner absoluten Lieblingssänger, auf dem deutschsprachigen Sektor wird? Auch die Poesie in seinen Lyrics spricht voll aus meinem Herzen. Deckungsgleich sind die Emotionen wohl bei vielen Zuhörern. Das kann ich mir zumindest vorstellen. Klar die Zeiten von Wolfsheim sind lange vorbei aber trotzdem dürfte mehr von dieser vorliegenden Melange im Radio laufen. Besinnliches für düstere Stunden voller Fernweh, Heimweh und Traurigkeit. Lieder die einem Hoffnung und Zuversicht vermitteln. Lieder die einen erkennen lassen, dass man verstanden wird. Dass es da draußen Menschen gibt die genauso wie wir fühlen. Peter Heppner…einer von uns? Ganz klar, wenn auch anders wie Herbert Grönemeyer aber mindestens so wichtig. „Viele Schöne Stunden“ und Gib Mir Doch´n Grund“, sind leichte Kost für alte Fans und dennoch voller Wehmut und manchmal auch Tragik. Zwischen all den einfachen Strukturen des dritten Albums, kommt der musikalische Befreiungsschlag, mit dem Lied „Theresienstadt: Hinter Der Mauer“. Damit grenzt sich der Barde von den, nicht immer latenten Vorwürfen, der textlichen Annäherung zum nationalsozialistischen Gedankengut, endgültig ab. Zumal ich diese Vorwürfe durchaus albern finde. Der melancholische Electro-Pop findet einen Höhepunkt in einer weiteren Zusammenarbeit mit Joachim Witt, die mit der Hit-Single „Die Flut“, ihre Gründung fand. Zumindest die Strophe wandelt im leichten Rammstein Beat. Ein weiterer Gast findet sich auf dem englischsprachigen Track „You Don´t Love Me“, mit Duettpartnerin Kim Sanders ein. Fünf Beiträge sind in Englisch getextet, was mir allerdings nicht ganz so gut gefällt. Und überhaupt ist die gleichzeitig veröffentlichte Scheibe „Tanzzwang“, einen Hauch besser. Aber wirklich nur minimal. Und wieder Obacht, auch hier ist wieder das Coverartwork des vorliegenden Vinyls, ein anderes als das der CD.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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