DORO - LIVE


Label:RARE DIAMONDS
Jahr:2026/1993
Running Time:73:13
Kategorie: Re-Release
Liverecording
 

Lange Zeit war dieses erste Live-Werk der Metal-Queen aus 1993 nicht mehr erhältlich. Anlass genug für Doro, diese Scheibe über ihr eigenes Label neu herauszubringen. Alle, die „Live“ bereits ihr Eigen nennen, können sich jetzt das Weiterlesen sparen, denn sie wissen, wie auch ich den Silberling zu schätzen. Für Neu-Jünger, und die gibt es genug, hier nochmal eine Vielzahl von Gründen, warum sich die Anschaffung auf jeden Fall lohnt. Die Queen befand sich während der Aufnahmen auf der „Angels Never Die“-Tour. Das letzte Album, bevor sie sich damals trendigeren Tönen zugewandt hatte. Los geht es mit „I Rule the Ruins“ vom letzten Warlock-Release „Triumph and Agony“. Doros Vocals hatten damals noch den gleichen jugendlichen Touch wie in den Achtzigern. Ohne ihre aktuelle, eher gereifte Stimme herabzuwürdigen. Stimmen verändern sich nun mal.

So kommt mein Lieblings-Doro/Warlock Track „Hellbound“ auch entsprechend zur Geltung wie zu früheren Warlock-Zeiten. Frisch dabei waren damals Gitarrist Joe Taylor und Drummer Johnny Dee. Letzterer ist bekanntlich bis heute in den Diensten der Metal-Queen. Auch Joe Taylor sollte fünfzehn Jahre an der Seite der Düsseldorferin verweilen. Joe brachte einen etwas neuen Spielstil in die Formation ein. Er spielte die Soli der früheren Veröffentlichungen in einem etwas abgewandelten, lässigen Stil und war für alle Leads zuständig. Die Rhythmus -Gitarre und die Keyboards bediente Jimmy Di Lella. Basser Nick Douglas war bereits 1990 dazugestoßen. Auch er ist, nach einer Pause, wieder im Doro Line-Up.

Die Songauswahl könnte nicht besser sein. Neben Highlights der Warlock und ersten vier Doro-Soloalben gibt sogar drei Tunes die vorher nicht als Studioversion released wurden. Obendrein wurde das Opus noch mit einem neuen Cover, Liner Notes versehen und ist in allen möglichen Varianten, Vinyl, CD oder als DVD erhältlich (die ist mit den Beiträgen "The Fortuneteller" und "East Meets West" aufgepimpt.). Soundmäßig hat sich nichts geändert. Musste aber auch nicht, denn die Klangqualität war damals schon sehr gut. Alles in allem ist es für mich das beste Live-Dokument aus dem Hause Pesch. Setzt Euch den Kopfhörer auf und genießt die Power! 

Note: Keine Wertung
Autor: Stephan Georg


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