HARSH - FEELS

| Label: | FIREFLASH |
| Jahr: | 2026 |
| Running Time: | 48:40 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
Die Band aus Paris wurde im Jahr 2018 gegründet. Das Debütalbum „Out Of Control“ wurde vier Jahre später veröffentlicht und war offensichtlich ein voller Erfolg. Außerdem stehen mehr als dreihundert Liveauftritte, unter anderem mit The New Roses, Anvil und Chris Holmes (ex-W.A.S.P.), auf der Habenseite. Erneut sind vier Sommer ins Land gegangen und der Nachfolger „Feels“ ist fertiggestellt. „Break Your Way“ startet mit cleanen Gitarren, denn sich dann das Schlagzeug hinzugesellt. Nach dieser kurzen Einleitung entwickelt sich ein munterer Hard Rock Song. „All I Ever Wanted“ ist der nächste eingängige und von Riffs geprägte Rock-Track. Mit einem starken Klampfen-Solo. „Fuel To The Fire“ ist dann ein härter und schneller aber immer noch melodisch. Die Formation wird von Schlagzeuger Léo Löwenthal angetrieben. Das bringt Sänger Albert Arnold jedoch nicht in Verlegenheit. Seine Stimme ist durchgängig klar und kraftvoll mit gelegentlichen hohen Rock-Screams.
Danach folgt mit „Offer You A Rome“ eine großartige Stadion-Hymne, mit Ohohoh-Chören. Von Anfang an dominieren harte Axt-Riffs und ein Drumkit das rhythmische „Don’t Mess With Me“. Gezupft akustische Six-Strings gibt es zu Beginn der Ballade „Forever Yesterday“. Diese sind auch später weiterhin zu hören und werden von elektrisch verstärkten Gitarren unterstützt. Eine schöne Verschnaufpause für Musiker und Zuhörer. Dann klingen die Saiteninstrumente bei „Back To Life“ stellenweise leicht hektisch. Aber die schönen Melodien setzen sich beim Refrain durch. Das Michael Sembello-Cover „Maniac“ wird von Harsh in hart rockende Gefilde überführt. Das Original war Bestandteil des Soundtracks für den „Flashdance“ und demzufolge ein reiner Popsong. Die Neuinterpretation punktet vor allem durch hartes Gitarrenspiel, insbesondere beim herausragenden Solo.
Das zeigt erneut, wie ein geändertes Arrangement einen Song aufwerten kann. Diesen Schwung übernimmt „Losing My Mind“. Hier wird richtig losgerockt. Wer beim Beitrag „Dancing Dancing“ glaubt, wir begeben uns erneut in die Flashdance-Gefilde, der wird positiv überrascht. Das ist feinster melodischer Hard Rock mit vielen Gitarren-Licks und einem filigranen Klampfen-Solo. „Never Gonna See Me Fall“ ist die zweite Ballade des Releases. Akustische Gitarren und mehrstimmiger Satzgesang sorgen für Gänsehaut-Atmosphäre. Zwischenzeitlich drängen sich härtere Riffs in den Vordergrund, gefolgt von einem Axt-Solo. Der Schlusssong „When We´re Together“ sorgt für einen hymnischen Ausklang.
Also ich muss gestehen, der Pressetext hat nicht übertrieben. Obwohl seit der Gruppe inzwischen acht Jahre vergangen sind. Aber neue Mannschaften haben es in der heutigen Zeit verdammt schwer, sich nach oben zu arbeiten. Umso erfreulicher ist das Durchstehtvermögen der Franzosen. Ob es Harsh dieses Mal gelingt, ihren frischen und abwechslungsreichen Hard Rock unter die breite Masse der Rock Fans zu bringen? Zu wünschen wäre es ihnen.
Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Rainer Kerber











































